Geschützt: Sabotageprogramme
19 03 2012Kategorien : Laos
Hallo,
erst einmal möchte ich mich bei euch allen für die zahlreichen Mails, Kommentare und Telefonate bedanken!! Das bedeutet mir sehr viel und ich freue mich immer wieder von euch zu hören.
Heute habe ich nur relaxt. Die 3 Tage im Elefanten-Camp waren doch anstrengender, als gedacht. Also habe ich heute mich und meinen Sonnenbrand geschont 🙂 was auch sehr schön war, geschlafen und vor allm getrunken. Entsprechend habe ich auch meine Pläne geändert – ich werde morgen nicht mit Gabi und René fahren, sondern am Mittwoch. Ich muss morgen erst mal zur Bank und Geld holen. Das ist hier immer nicht so einfach und gerade das macht es natürlich reizvoll. Es ist eben eine kleine Lotterie, ob die Datenverbindung gerade klappt oder eben nicht. Also wollen wir mal hoffen, denn in Nong Khiaw gibt es keine Visa-Karten etc. Also alles in Bar. Ich kann euch sagen: so oft war ich noch nie Bargeld-Millionär 🙂
ach, Schau an: die Schweizer fahren auch am Mittwoch 🙂 Es fügt sich eben immer. Ich habe hier eine spannende Diskussion am laufen mit einem Kollegen in Deutschland. Wir sprechen gerade über die Sinnhaftigkeit von Zielen. Ich bin mir da ja auch nicht mehr so sicher, ob das so sinnig ist. Aber das ist ein anderes Thema, was differenziert betrachtet werden will.
Sonst gibt es nicht so viel zu tun 🙂 Ich habe jetzt erst mal was gegessen. Meine mangelnde Nahrungsaufnahme letzte Woche hat doch ein wenig Spuren hinterlassen. Muss das langsam wieder aufholen, habe es am Beckengurt gemerkt.
Also, ihr Lieben. Ich werde weiter schreiben, hier in Lp ist das echt der Hammer. Es fällt der Strom aus, selbst Wasser kann schwierig sein – aber in jedem noch so entlegenen Winkel gibt es Handy. Wahnsinn. Jetzt kommt gerade wieder Asche vom Himmel – die fackeln hier echt gnadenlos alles ab und ich hoffe, dass sie schnell kapieren, dass es nicht zu ihrem Vorteil ist.
Habe gerade noch mit Thomas und Fabienne gesprochen. Sie ist gestern vom Fahrrad gefallen und musste genäht werden. Schon noch ein wenig blass – ich bin ja sowas von froh, dass ich nur einen Spinnenbiss hatte. Der verheilt übrigens gut 🙂
So, macht’s gut und gern weiter fleißig schreiben. Ich freue mich drauf.
Hallo zusammen,
Hallo ihr Lieben,
So, morgen geht es also los. Erst mit dem Bus nach Sayabouri (ca. 4 Stunden) und dann ins Elephant Camp. Ich bin echt gespannt. Habe mir zur Vorbereitung noch mal ein wenig Videos etc. angeschaut, was mich sehr traurig gemacht hat – stellt euch mal vor: Laos, das Land der Miilionen Elephanten hat heute gerade noch 1000 Stück. Das kann schon nachdenklich machen. Auf Fakten dieser Art stoße ich immer wieder. Mit egal was und mir geht immer wieder durch den Kopf, dass alles mit allem zusammenhängt. D.h., dass sich in dem fragilen Zusammenspiel andere „Seelen“ dazu entschlossen haben, an Plätzen wie diesem zu arbeiten und zu leben, damit es uns besser gehen kann. Mir wird immer klarer, dass wir nicht so tun können, als seien Länder wie Laos so weit weg, denn Raum/Zeit sind doch ohnehin nur Illusionen. Hmm, da drohen sich Veränderungen an 🙂
Aber jetzt eins nach dem anderen: wenn ihr wissen wollt, wo ich hinfahre, schaut mal auf www.elephantconservationcenter.com
Es ist schon abgefahren. Ich weiß da eigentlich nix drüber – und schipper mit 2 wildfremden Frauen dahin, weil eine davon einen Bekannten hat, der die Einrichtung kennt (gutes gehört hat). Wenn ich also nicht mehr wiederkomme, wisst ihr wenigstens, wo ihr suchen müsst 🙂
Ich werde berichten!! Alles Liebe, Ulf
P.S.: Heute Abend war mein Massage-Lehrer noch da. Er dachte um 09.00pm und ich um 09.00am. Nun ja 🙂 war aber sehr cool und hat echt Spaß gemacht. Hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben und mich immer wieder korrigiert bis ich wirklich alles richtig gemacht habe. Sehr lustig war übrigens, dass er schon um 20.00 Uhr vor dem Tor stand und ich dann an ihm vorbeigegangen bin, weil ich ihn nicht erkannt habe :):):) sehen einfach irgendwie alles gleich aus *g* nun ja, es hat am Ende geklappt. Also, gute Nacht. Um 06.45,Uhr ist aufstehen angesagt.
Hallo an diesem neuen Tag,
heute morgen bin ich wieder mit Zuversicht aufgestanden, nachdem gestern hier die Welt unterging. Es hagelte und schuettete, als ob die Welt unterging. Es hat bei uns am Guesthouse diverse Baeume runtergecknickt, heute habe ich gehoert, dass in der Stadt wohl ganze Tische und Stuehle durch die Luft gewirbelt wurden. Ich musste auf jeden Fall leider noch mal raus und bin wohl im Dunkeln (weil natuerlich auch der Strom ausfiel) trotz Taschenlampe in ein Spinnennetz gelaufen. Die Quittung habe ich dann auf einmal in meinen Oberarm bekommen – aua, das sass und wurde vor allem immer dicker und huckelig. Die Einheimischen lachen dann immer nur und warten einfach, ob was schlimmeres passiert. Veronique und Anne hatten Gott sei Dank Fenisitil und so was dabei und so lag ich dann im Dunkeln im Bett, wollte nach Hause und starrte auf die Bissstelle 🙂 Oh Mann! Naja, um 01.00 konnte ich dann schlafen, da alles zurueck ging. Jetzt sind eben nur noch zwei rote Bisspunkte uebrig.
Eigentlich sollte ich heute um 09.00 die zweite Massage Session bekommen. Aber mein Lehrer kam nicht. Hmm, vielleicht ist er einfach immer noch krank. Aber man kann ja wenigstens anrufen – das sind echt Sitten. Aso bin ich um 10.00 mit in die Stadt gefahren, nachdem ich um 05.30 aufgestanden bin und mit Lai zur morgendlichen Zeremonie der Moenche gegangen bin. Da war super schoen. Um 6.00 sitzt man auf der Strasse und wartet. Dann kamen 7 Moenche, Lai hatte fuer mich auch ein wenig Reis gekocht etc. Dann laufen die Moenche vorbei und chanten am Ende noch ein wenig. Eine wirklich tolle Atmosphaere und komplett was anderes, als dieser Zirkus in der Stadt. Nich umsonst sagte ein Moench, dass monk und monkey fast gleich sind: Beide verleiten Touris die Kameras rauszuholen.
Wie auch immer: Ich also mit in die Stadt. Habe dann einem der Tuk Tuk Fahrer gesagt, dass ich zu den Wasserfaellen moechte. Er hat dann ganz entspannt ne gute Stunde nach weiteren Mitfahrern gesucht und am Ende sind wir zu sechst gefahren. Eine ganz nette Truppe. James aus UK, Anna aus Neuseeland, Thorben und Finnia aus Hamburg und noch ein Maedel, deren Name ich vergessen habe. Aber natuerlich aus Hamburg – so schoen!! 🙂 Dem Tuk Tuk Fahrer drueckt man dann Geld in die Hand (40.000 kip shared price) und dann geht es los. Die Fahrt dauer gut 40 Minuten, wobei unserer das in 20 schaffte 🙂 30-Schilder – ja, was heissen die noch mal? Aber man gewoehnt sich dran und wenn so ein Ding umfaellt ist das ohnehin egal 🙂 Der Fahrer wartet dann vor Ort, man vereinbart eine Uhrzeit und dann geht es wieder retour – alles sehr entspannt und problemlos.

So, das hat schon mal geklappt. Heute morgen kamen Mr. Van und Mr. Pan auf ihrem Roller und es konnte losgehen. Eigentlich waren 6 Stunden geplant, aber ausgerechnet der Lehrer hat wohl gestern was extrem Böses gegessen und müsste immer wieder mein Badezimmer aufsuchen. Er hat mir echt Leid getan, denn es war offensichtlich, dass er echt litt. Sein „Freund“ hat sich redlich Mühe gegeben ihm zu helfen und wir haben gute 2 Stunden gelernt. Sehr cool – mir hat es richtig Spaß gemacht! Dann ging nix mehr und wir haben uns für morgen nochmal verabredet. Das ist gar nicht schlecht für mich, denn so kann ich nachher erst mal noch mal alles in Ruhe durchgehen, denn es ist doch eine Menge 🙂 Alleine 40 Punke, die man an beiden Füßen kennen muss. So sitze ich jetzt auf dem Balkon und werde gleich erst mal was essen.
Heute morgen habe ich noch Wäsche abgegeben – sehr lustig, denn hier bezahlt man pro Kilo Euro 1,50. Das ist schon teuer! Wenn man die Wäsche abgibt, wird sie abgewogen – ich hatte 600g 🙂 ob ich mir das leisten kann :)? Also dann, bis später.
Hallo,
heute gibt es erst mal ein paar Fotos:

Goldwäscher am Mekonf

In der Buddha Höhle



Eingang zur Buddha Höhle
so, dann will ich mal berichten 🙂 Gestern bin ich durch die Stadt gelaufen und habe Carmen aus München und Oliver aus Zürich getroffen. Sie ist Controlleron, er Polygraf. Sie saßen bei Green Discovery, einer lokalen Reiseagentur. Ich habe spontan „Ja“ zu einem Ausflug gesagt und es nicht bereut. Heute morgen um 09:00 ging es mit Kia, unserem Fremdenführer, sowie Michelle und seiner Frau aus Touluse. War eine gute Gelegenheit meine Französisch-Kenntnisse ein wenig aufzufrischen 🙂 wir sind mit dem Boot zuerst zu einem alten Weberdorf gefahren, in dem wirklich noch an alten Webstühlen aus Holz gearbeitet wird. Sehr interessant – das kenn ich ja nur noch aus dem Museum 🙂 im Anschluss ging es zum Whiskey Village. Beide Dörfer wissen natürlich um ihre Besonderheit und so wundert es nicht, dass sie alles auf den Tourismus ausgelegt haben – dennoch sehr spannend. Green Discovery plant den Trip auch so, dass erst die Dörfer angefahren werden und dann die Höhlen (Pak Ou Caves), denn später am Tag sind weniger Touristen dort. Die meisten lassen sich mit dem Auto hinbringen und verpassen dann die schöne Flussfahrt. Mittagessen war der einzige Treffpunkt aller Touristen und echt zum Kotzen – das hasse ich ja, diese Touri-Abzocken 🙂 ich habe nix gegessen und nur eine Cola getrunken, denn schon in der Suppe schwammen Ameisen und Larven etc. Das hat nichts mit der laotischen Küche zu tun! Im Anschluss sind wir dann zu den Buddha-Höhlen, was wirklich beeindruckend ist. Am Ende stand ich in der Upper Cave mit einem alten Buddhisten, der ein wenig sang und betete – eine tolle Atmosphäre (sehr speziell). Habe dann auch noch eine Räuchergabe gekauft und angezündet. Danach ging es den Mekong wieder Richtung LP. Ein gelungener Ausflug.
Am Abend habe ich mit Veronique und Anne aus Brüssel unterhalten. Sie fahren nach Sayabouri ins Elephanten-Camp. Ich habe ja immer noch ein wenig Angst mir sonst was hier zu holen, aber die ganze Zeit im Hotel bzw. LP zu sein, macht echt keinen Sinn. Also mal wieder raus aus der Komfortzone 🙂 kurzum: ich fahre mit. 3 Nächte/ 2Tage Elephanten pflegen und begleiten. Das wird bestimmt sehr spannend – auch wenn mich schon ein wenig vor den Unterkünften graut 🙂 Ich werde natürlich berichten. Und es ist natürlich Super, dass die beiden fahren, dann bin ich nicht ganz alleine. Schon spannend, wie sich mal alles fügt. Morgen ist Massage-Kurs – was bin ich gespannt, ich habe darauf echt Lust.
Achja: meine Ec Karte funktioniert hier anscheinend nicht. Ich habe also schon die Panik bekommen, dass ich an kein Geld komme. Habe mit der Bank gesprochen, ist alles ok mit der Karte. Nun ja, Philip hat erst einmal ausgeholfen. Am Abend habe ich noch Malte und seine Freundin aus Bielefeld getroffen. Sie kommen aus Bielefeld und waren u.a. 3 Wochen in Neuseeland. Soll wirklich sehr schön und gleichzeitig unfassbar teuer sein!! Sie haben mir ebenfalls ein paar Zahlen genannt und so langsam glaube ich, muss ich meine Finanzplanung ein wenig umstellen. Mal schauen. Sydney ist noch krasser – die beiden lachten nur und konnten das bestätigen. Anne sagte, sie habe in Melbourne für ein Bier 18$ bezahlt. Puhh – das wird spannend. So, das war es denke ich. Dann gibt es zum Abschluss noch ein paar Bilder.

Entspannen beginnt früh 🙂

Blick aus der Höhle auf den Mekong

Kinder im Whiskey-Village
Hallo zusammen,
so, nun ist es also soweit gewesen. Ich habe heute morgen meinen Bungalow geraeumt und bin in das Haus von Philipp und seiner Familie gezogen. Davon musste ich mich erst einmal erholen 🙂 Sachen packen, wieder auspacken, dann der ganze Stress vom Fruehstueck :)) Auf jeden Fall habe ich es dann nach ein paar Telefonaten um 15:00 doch noch geschafft mich ein wenig auf den Weg zu machen. Heute war die Stadt angesagt und ich wollte auch mit ein paar Novizen sprechen. Das hat erstaunlich gut geklappt. Habe eine gute halbe Stunde mit NoviceMaeng gesprochen (sofern ich den Namen richtig verstanden haben). Sehr spannend und selten habe ich so viel wahres von einem 17-jaehrigen gehoert. Ich durfte mich mal ein wenig umschauen im Tempel, wo die Novizen leben (der juengste ca. 10 Jahre), 17 + 5 Moenche. Jeden Morgen 3:30 aufstehen, beten, dann Almosen erbetteln gehen, Schule, work, Gebete … Das ist mal ein Tagesablauf. Ich war wieder einmal sehr erstaunt, wie gut das Englisch ist. DAmit hatte ich nicht gerechnet, wirklich richtig gut. Anschliessend bin ich nochmal in den Laden von gestern gegagen und habe mit Tou gesprochen und heute eine Kleinigkeit gekauft (Ich habe ja keinen Platz, denn kaufen koennte ich hier echt genug 🙂
Mittwoch habe ich meine Massage-Session. War gerade noch mal bei Mr. Vhan, der Mr. Phan kennt, der wiederum am Mittwoch kommen will *g* Wenn ich das richtig verstanden habe und ich mich gut anstelle, soll ich im Anschluss einer Massage beiwohnen und noch einmal lernen. Mal schauen, was das alles heisst.
Morgen moechte ich zu den Kuang Si Waterfalls und den Pak Ou Cave. Mal sehen, ob ich beides an einem Tag schaffe. Ansonsten wird es nur Kuang Si. Mittwoch dann Massage und den Rest der Woche mal schauen. Ich bin auch noch am ueberlegen, ob ich nach Sayabouri fahre in ein Elephantencamp. Meine Sache hier hat ja nicht geklappt und das waere jetzt eine andere Chance. Das Gibbonexperience klingt auch noch ganz spannend, aber das weiss ich noch nicht. Ich ueberlege auch immer noch den Flug umzubuchen und frueher nach Neusseland zu reisen. Ich habe den Eindruck, dass ich meine Lektionen hier gelernt habe. Habe heute mit Kurt gesprochen, fuer ihn fuehlt es sich stimmig an und er ist ja wirklich immer gut angebunden (danke dir nochmal fuer das kurze Telefonat heute!!).
So, jetzt werde ich langsam nach Hause jukkeln, damit ich morgen wirklich mal loskomme 🙂 Auch wenn ich die letzten Tage nicht wirklich viel gesehen habe, fuehlt es sich alles richtig an. Die Zeit brauche ich einfach fuer mich und das ist absolut i.O.
Ich wuensche euch noch einen schoenen Tag. Alles Liebe! Ulf / Ich hoffe, dass ich die naechsten Tage wieder ein paar Fotos hochladen kann.
P.S.: Oh Mann. Hatte ich schon gesagt, dass es das Leben immer gut mit uns meint.Ich wollte ja heute mit zwei Französinnen auf einen Ausflug zu denc Kuang Si Waterfslls gehen. Habe ich dann nicht gemacht, weil ich mich nicht danach fühlte. Sie sind überfallen worden!!! Waren wohl mit Mopeds unterwegs. Die eine wäre fast mit einer Machete erstochen worden. Zum Glùck war ein Dorf in der Nähe. Es kamen wohl Menschen raus und haben den Irren mit Steinen beworfen. Oh Mann. Sie hat sich dann gewehrt und am Ende ihre Tasche noch retten können. Ich muss mal schauen, vielleicht biete ich ihr morgen noch mal Hilfe an.
Ansonsten habe ich ebe noch gut eine Stunde mit Philipp auf dem Sofa gesessen und geredet. Es ist wirklich ein unglaublich tolles Gefühl bei so lieben Menschen aufgenommen zu werden. Ich drück euch!
Hallo zusammen,
ganz liebe Grüße erst mal aus LP. Hier fügt sich alles weiter zusammen und es ist wieder mal ein echtes Geschenk zu erleben, wie sich alles fügt. Ich hatte gerade ein sehr tiefes Gespräch mit Philipp, dem Inhaber hier. Wir haben uns gut eine Stunde über das Leben, Zufriedenheit und Erfolg unterhalten. Ich denke für beide Seiten sehr spannend. Dann habe ich ihm auch gesagt, dass ich mir hier eigentlich sehr Wohlfühle, aber eben keine Lust habe auf Massenunterkunft, sondern ja eher den Familienanschluss suche und dem Leben hier. Fazit: er hat mich jetzt zu sich nach Hause eingeladen! Diese Option gibt es gelegentlich mal für einzelne Reisende, natürlich nicht offiziell beworben. Echt der Hammer! Denn auf einmal ist der Familienanschluss da, ich kann noch ein wenig hier bleiben und nebenbei das Budget schonen. Habe ab morgen ein schönes Gästeszimmer und das für einen bezahlbaren Preis. Das wird wichtig, denn Neuseeland ist heftigst teurer, als ich gedacht habe!! Wir haben auch über die Mönch-Zeremonie gesprochen und ich habe ihm gesagt, dass ich wirklich beschämt war über das Verhalten vieler Touristen. Er hat mir angeboten mit seiner Ehefrau (die Laotin ist) zu einer der Zeremonie zu gehen in der Nähe, damit ich eine wirkliche Zeremonie erlebe. Und auch zu irgendeinem Tempel zu gehen, in dem jeden Tag um 17:00 Uhr gechantet wird. Das wäre natürlich echt cool:) wenn man sich das Leben der Menschen hier anschaut, dann kann man sich schon fragen, wieso sie alle so zufrieden sind, auch wenn sie nichts haben. Ich glaube es ist wirklich die Art, wie sie auf das Leben schauen. Ich stelle fest, dass wir bei uns immer daran Glauben, nur dieses eine Leben zu haben. Am Ende können wir es aber genau so wenig beweisen , wie die Buddhisten ihre Theorie der Wiedergeburt. Wenn also beides nicht beweisbar ist, dann kann ich mich selber (wo wir wieder bei der Eigenverantwortung sind) für eine Sicht entscheiden. Und auf einmal wird klar, dass hierin auch der Schlüssel zur Gelassenheit liegt. Denn es ist nicht notwendig, alles in diesem Leben zu erreichen. Es werden noch andere kommen, in denen ich Zeit habe. Viel wichtiger ist die Haltung, mit der ich das tue, was ich tue. Denn dadurch entscheidet sich wohl der Wert des jeweiligen Moments. Tue ich jetzt etwas positives und von Wert, dann zahlt sich das auch in meinem nächsten Leben aus und auch eben andersrum. Hierin liegt wohl auch das Geheimnis der „Armen“ Menschen hier. Sie versuchen das Beste daraus zu machen (und vor allem etwas positives), denn sie glauben, dass es ihnen dann im nächsten Leben zu Gute kommt. Eine sehr schöne Haltung, wie ich finde. Mann Mann kommen da Texte, wenn man mal Zeit hat 🙂
Es ist Abend geworden hier und ich sitze im Guesthouse. Der Nachmittag war sehr spannend. Habe gegen 16:30 einen Tempel hier in der Nähe besucht. Es war total schön, ich war der einzige Ausländer und die Mönche haben gerade gechantet. Ich habe mich ganz leise auf eine Bank vor dem Haus gesetzt und einfach zugehört. Sehr beruhigend. Danach bin ich in die Stadt gelaufen und über einen spannenden Laden gestolpert. Stay another day ist eine Fair-Trade Organisation, die eine gute Ausstellung hier haben und lokale Produkte verkaufen. Im Laden war ein Angestellter der Hmong und wir haben uns gut eine Stunde unterhalten. Am Ende habe ich noch einen Crash-Kurs in Hmong bekommen und er hatte noch ein paar Fragen wegen Englisch. Danach Abendessen und verabschieden, denn alle gehen an morgen wieder neue Wege. So ist das 🙂 Ich merke, dass es auch für mich Zeit wird und ich Lust darauf habe, neues zu entdecken und andere Leute zu treffen.
Morgen ziehe ich erst mal um, dann will ich zu den Kuang Si Waterfalls, dann muss ich noch mal die Massage am Mittwoch klären und dann reichts auch. Alles andere wird definitv zu stressig. 🙂 wenn ich das zu Hause lesen würde, würde ich denken, ich Spinne:) es reicht aber tatsächlich. Also, gute Nacht und bis bald.