Arequipa bis Puno

7 07 2012

Da bin ich also wieder – in Puno und damit zurück in 3.850m über Meereshöhe. Glücklicherweise hat mein Körper nicht ganz vergessen, dass er hier schon mal war und so halten sich die Anzeichen der Höhe in deutlichen Grenzen. Die Busfahrt hamitmacht Cruz del Sur wieder hervorragend geklappt – es ist zwar ein wenig teurer, aber es lohnt sich. Das scheinen auch alle anderen so zu sehen, denn auch dieser Bus war ausgebucht. Abfahrt war um 08:30 Uhr vom lokalen Busbahnhof – an dem man eine Busbahnhof-Steuer bezahlen muss :)))) Genial – diese Idee könnte aus Deutschland kommen. Schließlich muss man ja auch am Flughafen eine Steuer entrichten – wieso also nicht am Busbahnhof 🙂 nun ja, 2 Soles sind zu verkraften. Angekommen in Puno wartete ich erst mal erfolglos auf meinen Abholservice vom Hostal. Ohne Erfolg – das barg aber eine große Chancen. Also griff ich mal eben nach meinem Handy und habe im Hostal angerufen. Die nachfolgende Konversation hätte zwar auch die eines 3-jährigen sein können, aber sie haben mich verstanden. Darauf war ich nach lediglich einer Woche Crashkurs Castellano schon stolz 🙂 wenige MinuTen später kam dann auch jemand – das Hostal ist wunderbar und das Personal herzlich und nett. Meine anschließenden Bemühungen bei TourPeru für morgen ein Busticket nach Copacabana zu bekommen, waren erfolglos. Und als ich gerade mit meinem Spanisch am Ende war und schon gehen wollte, ging die Tür auf und eine Reiseleiterin kam rein – mal wieder so ein Zufall. Die wusste eine Lösung und nun habe ich für morgen um 07:30 Uhr doch noch einen Platz – zumindest theoretisch. Denn ich soll morgen um 07:00 Uhr am Bahnhof sein und mein ticket kaufen – bisher ist es nur reserviert. Und das heißt hier noch lange nichts, mal schauen. Also: Zusammengefasst ist also alles gut – blöderweise hat sich mein Zahnfleisch entzündet und macht mir seit vorgestern Freude. Mal hoffen, dass diese peruanische Tinktur aus Peru hilft, die es bei uns mit Sicherheit nur auf Rezept geben würde. Wird schon werden 🙂

Alles Liebe, Ulf



Geschützt: 05.07.2012: Ursache-Wirkung-Heilung

5 07 2012

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30.06.2012: Colca Canyon

30 06 2012

Hallo ihr Lieben,

heute fing der Tag bereits um 2:30am an. Denn da holte mich der Bus Richtung Colca Canyon ab. Um es kurz zu machen: landschaftlich spektakulär, nur der Guide und der Fahrer waren eine Katastrophe. Wie auch immer: Wir haben es alle überlebt, auch wenn ich einmal ganz gepflegt ausgerastet bin, weil der Fahrer komplett übermüdet war und auf der Passstraße fast eingepennt wäre und dazu noch telefonierte. Da wurde es dann mal richtig ungemütlich für den Guide, danach aber auch schlagartig besser.

Ansonsten war ich heute Abend sehr lecker essen. Alles in allem ein sehr ruhiger und schöner Tag. Die nächste Woche wird von Spanisch-Kurs geprâgt sein, ich werde mich also vermutlich nicht jeden Tag melden. Freue mich aber immer über Nachrichten und Mails.

Bis die Tage

Ulf



Arequipa – Reisepause und Spanisch-Kurs

28 06 2012

Hallo zusammen,

heute bin den zweiten Tag hier und muss wirklich sagen, dass Arequipa eine durchaus charmante Stadt ist, gleichwohl dieses permanente Gehupe, sinnlose Gepfeife der Polizei etc. schon echt an den Nerven ziehen kann. Aufjeden Fall fühle ich mich ganz wohl hier und habe beschlossen, eine sinnvolle Reisepause einzulegen. Wie einige von euch wissen, habe ich momentan ein paar Themen durchzukauen und so habe ich beschlossen, dass ich nächste Woche hier bleibe und auch hier den Spanisch-Kurs Belege, den ich ohnehin machen wollte. Die Schule ist gut und ist als einzige vom peruanischen Bildungsministerium anerkannt. Ich habe mich für einen 1:1 Crash-Kurs entschieden, der bereits heute begonnen hat. Insgesamt 6 Stunden pro Tag, morgen 4 und heute waren es „nur“ 2. Fairerweise muss man sagen, dass 275$ dafür, inkl. Unterkunft in einem guten Hostal dafür echt ein guter Kurs sind. So habe ich Zeit meine Themen zu bearbeiten und lerne gleichzeitig noch ein wenig Spanisch. Sonst tut mir die geringere Höhe sehr gut. Am Samstag werde ich wohl den Colca Canyon besuchen – da geht es wieder rauf auf 4.900m. Dann geht es retour nach Puno und weiter nach Bolivien. Schon witzig, dass am Ende die Zeit dann doch knapp wird – ist jetzt schon ein gutes Zeichen, dass es wirklich eine wunderbare Reise war. Alles Liebe? Ulf

Heute war ich übrigens das St. catallina Kloster besuchen. schaut mal im Internet – das ist schon wirklich was besonderes. Dort habe ich auch Myriam kennengelernt, die Französin mit deutschem Elternteil ist und seit 1,5 Jahren in Indien Spanisch unterrichtet. Sehr spannend.



26.06.2012: Bolivien heißt Peru und Copacabana Arequipa

26 06 2012

Ja, die lieben Pläne 🙂 dabei war alles so schön geordnet – das Busticket für morgen nach Copacabana in Bolivien und die Unterkunft am Titikakasee. Und dann habe ich heute die 2 aus Holland getroffen, die mir neben Alexandra (der Ärztin), diversen anderen Travellern auch noch mal erzählt haben, wie schön Arequipa ist. Hmmmmmm?!? Lange Rede, kurzer Sinn: ich habe das Hotel gecancelt, das Busticket verfällt, ein anderes Ticket gekauft, ein Hostal in Arequipa gebucht – das alles in der letzten halben Stunde und jetzt heißt es wieder Sachen packen, denn der Bus holt mich morgen um 06:15 Uhr vom Hotel ab. Das die Tage immer so früh anfangen müssen – stöhn :)) ich werde dann wohl 3-4 Tage bleiben, dann 6 Stunden Retour nach Puno, eine Nacht hier verbringen und am nächsten Tag nach Copacabana fahren. Das ganze kostet mich ein paar Euro mehr, aber andererseits komme ich für ein paar Dollar nicht mehr nach Arequipa – also, was soll’s 🙂 zusammengefasst: nach einer kurzen Talsohle, ist mein Reisegen wieder aktiv. Euer Ulf



Geschützt: 26.06.2012: Zurück von Taquille Island

26 06 2012

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Geschützt: 24.06.2012: Gibt’s denn sowas?

24 06 2012

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24.06.2012: Sillustani

24 06 2012

Hey nochmal,

Und hier noch der Rest des heutigen Tages. Heute morgen wollte ich erst mal ausschlafen, denn die letzten Tage haben ja praktisch nachts begonnen 🙂 allerdings war um 08:45 Schluss, denn dem Hotel ist aufgefallen, dass ich nicht zum Frühstück erschienen bin. Also klingelte das Telefon und man fragte mich, ob ich das Frühstück aufs Zimmer haben möchte. Selbstverständlich for free. Hallo?!? Das ist mir ja selbst in den besten 5* Hotels noch nicht passiert. 15 Minuten später gab es dann Rührei etc. Im Zimmer. Und mittendrin dann der Anruf von euch Michael, Matze und Melli!!! Das war mein Highlight des Tages! Danke – war wirklich schön euch endlich mal wieder zu sehen. Alles Liebe auch noch mal zum ersten Hochzeitstag! Wie passend – als ich heute die Kathedrale hier in Puno besucht habe, fand gerade eine Hochzeit statt 🙂

Um 14:00 Uhr ging dann dann der Buss zu den Grab- und Tempelanlagen von Sillustani. Sehr beeindruckend und ein (weiterer) Beleg dafür, dass die Spanier auf keine Barbaren, sondern eine hochentwickelte Kultur gestoßene sind. Auf Grund meiner leichten Erkältung (ich denke mal, dass es daran lag) war es ein wenig schwierig mit der Höhe. Ich bin mal gespannt, wie es morgen auf Taquille wird – die liegt ja auch auf 4.100m Höhe. Übermorgen komme ich wieder, werde dann noch eine Nacht im Hotel schlafen und am 27.06. Nach Copacabana in Bolivien aufbrechen. Das wird noch ein Abenteuer 🙂

Die Temperatur-Unterschiede sind schon heftig hier. Nachts ist es bis -15Grad. Tagsüber bis +35 Grad und dazu Höhensonne vom Feinsten. Aber Wehe, wenn die Sonne weg ist. Das ist sowas von Scheiße Kalt!!

Was ich auch schon ankündigen kann, ist meine etwas frühere Wieder-Ankunft in Deutschland. Es wird aller Voraussicht der 28.07. Sein. Das bedeutet: der Countdown läuft 🙂 alles Liebe und bis übermorgen. euer Ulf



23.06.2012: Titkaka-See

23 06 2012

Wahnsinn! Ich kann das noch garnicht richtig Glauben, dass ich heute den ganzen Tag mit einer sehr netten Gruppe auf dem Titikaka-See verbringen durfte. Um 06:30am (mal wieder sowas von Mega-früh) ging esam Hotel los. Im Bus habe ich gleich Haro aus Emden kennengelernt. Danke dir nochmal für den tollen Tag- ich hoffe, dein Aufenthalt auf der Insel war ein voller Erfolg. Um 07:15 legte dann unser Boot Richtung der weltberühmten, schwimmenden Uros-Inseln ab. Das war schon sehr beeindruckend, auch wenn es natürlich ein wenig touristisch ist. Die gesamten Inseln sind auf riesigen „Torfblöcken“ und Tonnen von Stroh gebaut. Und damit sie nicht wegschwimmen, sind sie zusätzlich verankert. Das war echt wie auf den Bildern – und auf 3.850m über Meereshöeinigst es zudem ein Erlebnis auf den höchsten navigierbaren See der Welt. Im Anschluss ging es dann auf die Talquille Insel. Das hat mich absoluumgenähten und bringt auch heute (1 Tag später) mächtig Wirbel mit sich. Diese Insel ist Magie pur! Ab dem ersten Moment konnte ich diese besondere Energie spüren – somit hat es mich dann auch nicht wirklich überrascht zu erfahren, dass das durchschnittliche Lebensalter der Menschen dort zwischen 90-100 Jahren liegt!! Warum? Es gibt 3 Hauptgründe:

1. Jeden Tag Fitness. Die Insel ist recht steil und alles muss von den Booten hoch und runtergeschleppt werden. Das macht sich auf 4.100m bemerkbar.

2. Nur gesundes Essen – viel frisches Gemüse, Fische aus dem See

3. Ein absolut faszinierendes Lebensmodell. Die Insel ist in 6 Communities aufgeteilt. 3 davon arbeiten für 3 Jahre für alle, die anderen 3 haben frei!!!!!!!! Ist das der Hammer!!!!! Ich meine, wie krass ist das denn ? Das muss man sich mal geben – spätestens seit dem mache ich mir ja nun gar keinen Stress mehr mit 6 Monaten Auszeit 🙂 und damit jeder in den Genuss kommt, rotieren die Menschen zwischen den Communities hin- und her.

Außerdem hat man das Gefühl, dass es nur einen Zustand der Menschen hier gibt: Zufriedenheit.

Zudem wird auf der Insel nicht gehandelt. Ich glaube, dass ist einmalig in Südamerika. Auf jedem Artikel steht eine Nummer von demjenigen, der den Artikel gemacht hat. Diese Nummer wiederum gehört zu seiner Familie. Darunter steht der nicht verhandelbare Preis. Auf diese Weise stellt man sicher, dass keine Konkurrenz und Zwist entsteht. Absolut faszinierend!! Diese Insel hat mich echt geflasht und so habe ich meinen nicht vorhandenen Plan mal wieder geändert. Ich habe beschlossen, auf dieser Insel zu übernachten.

Wo? Keine Ahnung!

Wie ich ohne Tour dahin komme? Keine Ahnung! Irgendein Boot wird schon dahinfahren. Die Menschein müssen ja auch mal auf und runter von der Insel. Also ran an den Hafen und durchfragen.

Wie ich mich ohne Spanisch verständige? Nicht im Ansatz eine Ahnung – aber genau das ist ja eine Riesen Chance (danke lieber Ekkehard!!)

Ihr seht, alles ist perfekt organisiert :)))) echt bekloppt, mein Ego tobt und produziert fleißig dazu Erkältungssymptome. Es ist fast so, als ob ich daran gehindert werden soll, neinemmal zurück zu fahren, aber mein Bauch sagt sowas von „Ja“ dazu. Wird schon klappen 🙂

Soviel von mir – und um jetzt Verwirrungen auszuschließen: dieser Artikel ist am 24.06. Geschrieben. Euer Ulf



21.06.2012: Machupicchu

22 06 2012

Buenos noches aus Cuzco,

da bin ich wieder – sicher retour von einem der unglaublichsten Orte ever. Machupicchu hat echt meine Vorstellungskraft gesprengt. Ich hatte einen wirklich super coolen Tag mit Rowena aus New York, die witzigerweise heute Geburtstag hat, so dass wir gestern Abend noch essen waren und vor allem ueber viel spirituelle Themen gesprochen haben. Es war sehr spannend Ihre Perspektive zu hoeren, gerade weil Sie als Assistant fuer den CEO eines grossen amerikanischen Unternehmens arbeitet. Die Nacht war entsprechend kurz, denn um 05.00 Uhr war Fruehsteck angesagt, bevor wir 15 Minuten spaeter zur Bushaltestelle aufgebrochen sind. Ich war zugegeben ein wenig angespannt, denn ich wollte heute am 21.06. unbedingt den Sonnenaufgang im Sonnentempel sehen. Da standen wir also, zusammen mit rund 300 anderen Fruehaufstehern – allerdings ist Machupicchu zwar suendhaft teuer, dafuer aber wirklich gut organisiert. Um 5:30 ging die erste Bustuer auf und wir fuhren 20 Minuten spaeter ebenfalls los. Die Strasse nach Machhupicchu ist schon alleine atemberaubend – die Dimensionen der Berge nicht beschreibbar. 20 Minuten spaeter waren wir auf 2.200m Hoehe und direkt am Eingang – sie wollten mich doch glatt erst nicht durchlassen mit meiner Condor-Feder, aber nachdem ich ihnen dann erklaert hatte, dass das fuer ein Zeremonie ist, war dann doch alles klar. Denn ich durfte doch glatt ein Coaching machen – das war vielleicht cool, am 21.06. am Machupichhu und dort ein Coaching!! Ich weiss: Alles Zufall :)))) Erst einmal war aber der Sonnenaufgang angesagt und der ist wirklich sensationell. Um 7:21 war es so weit und die Sonne schien durch das Fenster des Sonnentempels. WIrklich faszinierend, wie praezise und akkurat das Fenster exakt nach Osten ausgerichtet ist. Damit war ich eigentlich schon bedient – denn alleine der Anblick macht demuetig. Irgendwie hatte ich dann keine Lust mehr auf die Fuehrung, die ich ja fuer teures Geld gebucht hatte. Doch wenn ich eins gelernt habe, dann ist es mehr meinem Herzen zu folgen. Also habe ich meinem Guide eine SMS geschickt, dass ich nicht an der Tour teilnehme – seis drum. Es fuehlt sich auch jetzt noch genau richtig an. Es war viiiiiiel schoener das Areal zu erkunden und vor allem die Energie zu fuehlen. Und man glaubt ja nicht, wie viele Menschen (denen man es wahrlich nicht ansieht) meditieren, Zeremonien abhalten oder auch (wie eine Dame aus Suedafrika) einen 17(!) kg Edelstein mit sich rumschleppt, um mit ihm am Machupicchu zu arbeiten. Da finde ich mich noch echt harmlos mit meiner Condor Feder und ein wenig anderem Equipment :))

Alles habe ich nicht geschafft mir anzuschauen, denn das Gelaende ist riesig. Also muss ich wohl noch mal wiederkommen und mir das Sonnentor anschauen. Tja, das war mein Tag. Retour ging es um 16.43 und jetzt werde ich erst mal schlafen gehen. Es ist schon wieder 23:20 Uhr. Hier gab es noch ein wenig Probleme mit meiner Waesche, die sie nicht mehr finden konnten 🙂 Klasse, und das nach einem langen Tag *grumpf* – aber am Ende wieder alles gut und ich kann morgen nach Puno aufbrechen. Mal schauen, wie das so auf 3.900m ist. Wahnsinn!

Alles Liebe, euer Ulf