02.08.2012: Ich schließe diesen Blog

2 08 2012

Das war er – der letzte Tag meiner Reise, zumindest fürs erste hier  im Ausland 🙂 es hat geregnet, den ganzen Tag und es war ok. Ich habe alles gesehen und freue mich nun nach Hause zu kommen. Dennoch ist es auch ein komisches Gefühl – und ich frage mich ernsthaft, was ich eigentlich erlebt haben :)))) mal gut, dass ich Tagebuch geführt habe. Und genau das konntet ihrmit diesem Blog 1:1 mitlesen.

Was sind nun meine persönlichen Erkenntnisse aus den letzten Monaten? Zumindest ein paar will ich schon mal sagen:

1. Wir sind nie alleine. Es gab so viele Momente, in denen sich das immer, immer und immer wieder gezeigt hat. Es war meine größte Angst und sie ist wirklich komplett unbegründet gewesen.

2. Persönliche Zufriedenheit braucht extrem wenig Drama, Geschichte und Äußeres. Ich habe viele Menschen getroffen, die nix hatten und Super happy waren. Und das nicht nur alleine, sondern auch im System (s. Talquille Insel). Es ist erschreckend schön, dass wir wirklich so wenig brauchen. Und wenn man das einmal selber erfahren hat, macht es unglaublich unangreifbar. Ich weiß für mich: egal, was passiert. Es wird reichen!

3. Nicht werden – sein! Jedermann uns spielt Rollen, aber warum? Egal wen ich getroffen habe, am Ende des Tages verbindet uns alle ein Wunsch – wirklich als wir selbst gelebt zu haben. Darum geht es und für mich wird es in dieser Richtung weitergehen – der alte Satz „Lebe deine Träume“ bekommt eine neue Bedeutung. Wir brauchen uns alle nicht anstrengen, irgendwas zu erreichen – wenn wir uns daran erinnern, wer wir wirklich sind und dies leben, ist das mehr als ausreichend 🙂

4. Meine Wurzeln. Ich habe sie gefunden – in Neuseeland. Ein schönes Gefühl – vor allem auch zu spüren, dass ich nicht dorthin ziehen will, muss oder soll. Es ist ok und ich werde bestimmt nochmal als Touri kommen.

5. Das feld existiert.  Auch wenn es gelegentlich eine kleine „Zusammenarbeitslücke“ gab ::), kann ich nur sagen: Das morphogenetische Feld ist real und ich bin mir sicher, dass wir mehr und mehr Belege und Beweise dafür finden werden – zumindest für die, für die es wichtig ist.

6. Natur und raus aus der Stadt. Irre, bis vor der Reise wollte ich nie raus aus der Stadt und jetzt freue ich mich genau darauf. Eine schnuckelige Wohnung im Grünen, Ruhe, Grün, Wald … Wunderbar und ich hoffe, dass HH was zu bieten hat.

Mehr gib es dann persönlich. Meine Ankunftszeit ist geblieben: Samstag, 04.08. um 13:25 mit BA aus London.

Damit bleibt mir nur noch zu sagen: DANKE und dies besonders an dich/ euch

Mutch und Paps, weil ihr mir das Leben geschenkt habt und mich gelehrt habt es als Geschenk zu sehen und es immer weiter auszupacken

mein Engel, weil du alles mitgetragen hast und mich mit diesem Freiraum und deiner Liebe jeden Tag begleitet hast.

Kurt, Roswitha und Barbara – weil ihr 3 maßgeblich dran „Schuld“ seid, dass ich diese Reise wirklich gemacht habe.

Bello II, weil du jeden Tag dieser Reise bei mir warst – mein Maskottchen und Reisebegleiter 🙂

und einfach alle von euch, die diesen Blog gelesen haben, Mails und Einträge geschickt oder geblogt haben oder einfach nur mit den Gedanken gelegentlich oder öfter dabei waren. Egal, ob Familie, Klienten, Freunde und/oder Kunden.

Jetzt gehe ich an die Bar und werde mir noch einen Cocktail gönnen – ganz alleine, zufrieden und dankbar.

UND DAMIT SCHLIESSE ICH OFFIZIELL DIESEN BLOG, doch die Reise geht weiter und ich freue mich, euch weiter an meiner Seite zu haben – ich bin wahrlich reich beschenkt!!

Euer Ulf

 



21.07.2012: Angekommen in Buenos Aires

21 07 2012

Hallo zusammen und die besten Gruesse aus einer meiner letzten Reise-Etappen. Um 08:15 Uhr heute morgen habe ich La Paz verlassen und damit auch das Chaos. Bis auf den Flug selber hat natuerlich nicht wirklich was geklappt – Bolivien eben 🙂 In Santa Cruz wollten sie es dann noch mal wissen und haben mich in eine Drogenkontrolle gesteckt – und der Beamte hat mit seinen Haenden echt alles durchwuehlt. Irgendwann landete er dann bei meinen Pfefferminzbonbons und wollte zuerst nicht glauben, dass es welche sind. Ich habe ihm dann gesagt, dass es sehr wohl welche sind und daraufhin hat er sich dann erst mal ein paar gegoennt. Und nachdem das erste, was er kostete, wohl zu munden schien, hat er sich gleich noch ein paar mehr gegoennt. Stoehn! Der Mann hinter mir schmunzelte nur. Wie sich herausstellte, hat er das berufsbedingt rund 2-3 x im Monat. Nun ja, um 14:40 sind wir dann in BA angekommen und damit eine Stunde frueher als geplant. Wie das geht? Weil ich eine falsche Anlunftszeit genannt bekommen habe :)))) In der Maschine war uebrigens mein Gangplatz besetzt, also wurde ich erst mal in die Notausgangreihe gesetzt. Kurz vor dem Start wurden wir dann in die Prozeduren bei einem Notfall eingewiesen und haette ich nicht gesagt, dass ich kein Spanisch spreche, haette das wahrscheinlich keiner mitbekommen 🙂 Also ging das muntere Sitzplatsuchen wieder los – ich sollte mich dann in die Mitte von einer Reihe quetschen. Und dann hiess es einfach meinerseits: Nein. Da war was los – ich muesste den Anweisungen folgen blablabla. Ich habe dann gefragt, ob es auch bei Bolivian Airlines einen gewissen Sinn hat, Sitznummern zu vergeben – ich wuerde natuerlich tausche, moechte dann aber meinen reservierten Platz und nicht irgendeinen „Quetsch-dich-mal-in-die-Mitte“ Scheiss. Das leuchtete selbst dem Steward ein und so wurde der Herr gebeten, meinen Platz zu raeumen. Jajaj, Bolivien war wirklich ein Erlebnis. Landschaftlich ist es wirklich reizvoll und das Leben auf 3.800m ist ebenfalls ein Erlebnis. Dennoch: Einmal im Leben reicht.

Ihr koennt euch entsprechend nicht vorstellen, wie happy ich war, in BA zu sein. Ein moderner Flughafen und der beste Cheesburger seit Wochen – ich musste erst mal was essen 🙂 Das Abholen hat auch gut geklappt und nun bin ich meiner Gastfamilie. Es erinnert mich hier irgendwie an die Wrostels. Beide Aerzte und der aeltere Sohn auf dem Weg zum Diplomaten. Da ihr mit einem Job als Fachaerztin fuer Fruehgeborenen-Medizin zu „langweilig“ ist, hat sie noch nebenbei Tourismus studiert und momentan Kunst und Architektur. Nebenbei wird dann noch das Anwesen mit 300qm Wohnflaeche gemanagt 🙂 Ich kann euch sagen – mein sogenanntes „Zimmer“ verteilt sich ueber Esszimmer mit Kueche und Schlafzimmer und wenn es etwas waermer waere, koennte ich vom Esszimmer gleich in den Pool springen. Aehmm – ja. Nun dann :)) Heute abend bin ich erst mal zum Hafen gefahren, ich brauchte mal wieder frische Luft, eine leichte Brise, Wasser und vor allem auch mal einen Baum. Das ist wirklich der Hammer gewesen in La Paz. Es gibt nicht eine einzige Gruenflaeche und die paar, die es gibt, sind eingegittert und auch nicht groesser als ein paar Meter. Morgen will ich die Stadt erkunden und dann muss ich vor allem meinen Trip nach Iguazu organiseren – hier sind Ferien und entsprechend teuer ist alles. Das ist BA uebrigens wirklich: Teuer. Macht aber nix, ich habe nur noch 12 Tage und wenn alles klappt, fahre ich noch ein paar Tage nach Uruguay, da ist dann bestimmt wieder guenstiger.

So, jetzt werde ich mal was trinken und dann mal schauen, was alles in meinen beiden (!) Kuehlschraenken ist. Netterweise hat die Familie fuer mich eingekauft, es soll mir an nichts fehlen. Wow! Der einzige Wehmutstropfen ist, dass alle uebermorgen nach Chile fahren. Das ist eine Erfahrung, die ich auch schon in Lima gemacht habe. Der normale Alltagsbetrieb wird wegen eines Gastes natuerlich nicht eingestellt, maximal ein wenig angepasst. Su wurde ich heute erst mal mit einem wirklich leckeren Essen begruesst. Anyhow, dann lerne ich noch einen anderen Teil der Familie kennen, denn der zieht dann hier ein, wenn die Family auf Reisen ist. Das ist wirklich ein spannendes Modell, denn anscheinend lerne ich dann auch 2 Maedels kennen (oder eine davon), die vor 4(!) Jahren mal ein paar Tage bleiben wollten und mittlerweile irgendwie zur Familie gehoeren. Alles sehr spannend und herzlich. Ich werde weiter berichten. Wir hoeren uns. Euer Ulf



22.06.2012: Cuzco bis Puno

23 06 2012

Hallo zuasammen,

nach 10 Stunden Zugfahrt bin ich nun in Puno am Titikakasee angekommen.  Ich schreibe somit schnell mal meine Erlebnisse fuer euch zusamnen, denn sonst habe ich sie morgen bestimmt schon vergessen 🙂 Gestern abend bin ich auys Auas Calientes (Machupicchu) wiedergekommen und habe mir noch schnell einen Taxifahrer organisiert. War zwar mit Haenden und Fuessen, aber es habt geklappt 🙂 Heute morgen um 07:15 Uhr war er extremst puenktlich am Hostal. Naja gut, wir hatten auch eine Zuschlag bei Puenktlichkeit vereinbart. Das funktioniert auch hier :)) Dann ging es zum Bahnhof in Cuzco und damit dem Abenteuer „PeruRail“ entgegen. Ich wollte unbedingt diese Zugfahrt machen, in der man 10 Stunden die Anden entlang faehrt und bis auf eine Hoehe von 4.300m kommt. Leider ist das Ticket mit 220$ nicht gerade billig. Doch wie es der „Zufall“ so will, hatte ich am Flughafen in Lima das Gefuehl, mal zu schauen, ob es einen PeruRail Schalter gibt. Und -ach ne- dort gab es ausgerechnet fuer heute eine Promotion, fuer 140$ :)) Jaja, immer diese „Zufaelle“. Ich kann euch nur sagen: Die gesamte Fahrt, von A bis Z, war spektakulaer. Sowas habe ich in einem Zug noch nicht erlebt. Schon die Begruessung heute morgen. Das Personal im Smoking, Live Musik etc. Dann der Zug … Oh Mann, das war schon echt ein Knaller. Ihr koennt ja mal auf PeruRail.com schauen (Anden Explorer). Ich kann naemlich mal wieder keine Bilder hochladen (das dauert fuer 1 Bild 30 Minuten). Zum Fruehstueck habe ich mir Ruehrei bestellt. Was kam, war der Hammer. So geiles Ruehrei habe ich das letzte Mal (lasst mich ueberlegen) … Keine Ahnung, wann gegessen. Frische Eier (!) perfekt zubereitet, dazu unglaublich leckeres Toast, Butter, Marmelade, frischer O-Saft und ein Koka-Tee. Das war echt gut. Dann folgten Musikeinlagen, Fashion-Show, ein grandioses Mittagessen und Afternoon-Tea. Das Ganze von Porzellan Geschirr und Silberbestecl. So kann also Zugfahren sein?!? Das fuer mich unglaublich schoene war: Ich konnte es einfach geniessen – in dem Bewusstsein, dass ich es einfach nicht brauche. Es war somit einfach ein Geschenk und ein echtes Highlight. Und dazu die gesate Logistik des Zuges. Wir waren vielleicht 45 Passagiere und fuer dieses gab es 4(!) Abteilungen. Kueche, Storage Room, Bar, Observation-Desk und das eigentliche Abteil mit Sesseln, separaten Tischen etc. Alles in allem … really great. Dazu noch sehr nette andere Traveller, was will man mehr. So, jetzt seid ihr im Bild. Ich melde moch morgen wieder. Alles Liebe. Ulf



05.04.2012: Waitakere Ranges – im Paradies :)

5 04 2012

Hallo zusammen. Nun habe ich also endlich mal wieder Internet-Zugang. Für 3,50€ pro Stunde – die nehmen es hier von den Toten 🙂 Habe ich schon erwähnt, dass ich mir heute in Piha ein Eis gekauft habe (Capri Sonne – ihr wisst schon: Das Wassereis) – 3,80$. Bekloppt – aber lecker 🙂 Nun wieder der Reihe nach – ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll . Fangen wir damit an, dass ich leider aktuell keine Bilder hochladen kann – das bedauere ich sehr, denn ich würde euch so gern teilhaben lassen!! Ich hoffe, dass ich bald irgendwo bin, wo das geht 🙂 Also, mein Tag hat heute mit dem Weckerklingeln um 07:00 begonnen – und um 08:45 Uhr bin ich dann auch aufgestanden 🙂 Dieses Auto ist so cool – ich könnte mich selbst knutschen, dass ich einfach nur auf meine Stimme gehört habe und das gemacht habe. Ich habe Super gut geschlafen und fühle mich echt wohl damit. Nach einem Telefonat mit Juicy wegen der Kühlbox hatte sich das auch geklärt und so ging es dann um 11:00 (keine Ahnung was dazwischen groß passiert ist, außer Morgendusche!) los nach Waitarenge Ranges – ein 16.000ha großes Waldgebiet rund 30 Minuten von Auckland entfernt. Was soll ich sagen: Auf Anhieb gefunden – und gelegentlich musste ich mal auf meinen Bauch hören 🙂 Am besten fährt man bis Titirangi und nimmt dann im Kreisverkehr die erste Ausfahrt nach links, den Scenic Drive entlang. Es geht durch tolle Waldstraßen und es hat viele Serpentinen mit schönen Aussichtspukten. Angekommen im Atarangi Besucherzentrum habe ich mich erst mal schlau gemacht, was es hier so gibt und nach einem kurzen Walk durch den Wald und ein paar Fotos, bin ich an den Karekare Beach gefahren. Tja, wunderbar, beeindruckend, imposant, bewegend, staunend, gewaltig, wunderschön, einmalig – sucht euch ein wort aus. Es war der Knaller!!!! Sowas habe ich noch nicht gesehen. Der Hammer!! Ich muss echt sehen, dass ich die Bilder hochladen kann. stellt euch einfach von der Sonne geküssten, schwarzen Sand vor, der kilometerlang vor euch liegt – und ihr seid ganz alleine. Denn genau so war es – sollte wohl so sein, denn 1 Stunde später kamen doch ein paar Touris mehr. Nachdem ich mich dann doch wieder trennen konnte, sollte es nach Piha gehen – doch ein Blick in meinen Lonely-Planet verriet mir, dass sich noch Wasserfälle in der Nähe befinden (Karakere Warerfalls). Also wieder ausgestiegen und die 10 Minuten (weiter war es nicht) dahin. Unglaublich cool!! Die Wasserfälle sind selber nicht so spektakulär, aber die Lage und das gesamte Arrangement ist der Knaller! Das Wasser kommt aus rund 60-70 Meter Höhe und fließt über einen großen Felsen in das Wasserbecken, von dem aus dann ein Bach abgeht. Kurz nach mir kam eine Reisegruppe und ich sagte nur zu dem Tourguide, dass das bestimmt cool sei zu schwimmen. Er grinste nur und sagte: ja, das ist alles Regenwasser und das könne ich bedenkenlos tun. Also Retour zum Auto – umziehen (merke: Immer Schwimmsachen dabei haben :)) und wieder Retour. Ganz alleine, mitten im Wald hieß es also planschen – es war Sau kalt :)) aber unendlich cool, erfrischend und befreiend. Wahrscheinlich hatte ich dann zu viel Kalorien verbraucht – also habe ich mitten auf dem Parkplatz meinen Gaskocher angeschmissen und mir was zu essen gebrutzelt – echt! :)) und es war Super lecker – ich hatte das Steak vorgestern nicht geschafft und darum gebeten, dass es eingepackt wird. Das gab es dann heute mit ein bisschen Tomatensoße (war heute morgen noch schnell einkaufen) und Brot. Am Ende Gaskocher wieder verstaut und ab nach Piha – mein Plan war kurz zu schauen und dann noch nach Wangharei zu fahren, damit ich aus dem Auckland Gebiet rauskomme. Das war der Plan – Fakt ist, dass ich jetzt auf einem Campingplatz direkt am Strand im Pahia schlafe. Der ist bedeutend besser, als Takapuna und kostet nur 12$ die Nacht. Takapuna lag ja bei 47$ bzw. 42$ in der zweiten Nacht. Das muss ich nicht verstehen, denn Fakt ist: Hier ist echt das Paradies! Dieser Strand ist unfassbar schön – und da es dann doch schon um 5.00pm war, bin ich geblieben. Zur Feier für so viel schönes, habe ich meine Weinflasche geöffnet, bin runter zum Strand und habe gut 2 Stunden den Sonnenuntergang genossen – ein echtes Spektakel – unglaublich. Ihr werdet es noch sehen! Morgen will ich nach Wangarhei weiter – allerdings ist schlechtes Wetter angesagt – ob ich noch bleibe?? Auf jeden Fall gehe ich morgen noch schwimmen – denn morgen ab 10.00 sind die Lifeguards hier. Und ohne die, ist es hier wirklich lebensgefährlich zu schwimmen.

Jetzt wünsche ich euch noch wunderbare Ostern!! Ich denke an euch und kann nur sagen: Lasst alles stehen und liegen und kommt hierher 🙂


Geschützt: 03.04.2012: Bewegende Momente

3 04 2012

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28.03.: Tamarind Cooking Class

28 03 2012

Hallo,

(zunaechst: Bilder vom 23.03. sind jetzt online – Ballett :)!)

Oh, was fuer eine Wonne – laotische Kueche ist ja sowas von lecker. Heute morgen um Punkt 08.30 Uhr bin ich zum Kochkurs gebracht worden und ich kann nur sagen: Jeder einzelne Kip hat sich gelohnt. Um 09.00 Uhr ging es erst einmal auf einen lokalen Markt, um ein paar Eindruecke vom hiesigen Marktleben zu erhalten und auch etwas ueber Kraeuter etc. zu lernen. Auch wenn ich schon einige Maerkte gesehen haben, war dieser wieder komplett anders und von der Atmosphaere spannend. Natuerlich gibt es immer wieder einige Sachen, welche mir einfach die kulinarische Sprache verschlagen, so z.B. getrocknete Ratte im Ganzen. D.h. dass das Tier zuerst gehauetet und dann getrocknet wird – sie benutzen es fuer Suppe. Auch die lokale Fischsosse ist gewohnungsbeduerftig – sie lagert 1 Jahr (!) bevor sie den richtigen Geschmack hat. Wie auch immer, jedenfalls sehr spannend und anschliessend ab zum kochen. Die Kochschule hat hierfuer einen eigenen Platz im Gruenen, ein wenig ausserhalb von Luang Prabang. Unser Kochlehrer war sehr lustig und sie haben wirklich eine gute Balance zwischen Kochen und Relaxen. Insgesamt haben wir 5 Gerichte gekocht – am besten war Chicken in Lemongras und Sticky Rice mit frischem Obst – lecker!! Und zwar so lecker, dass ich mir einfach auf eigene Faust noch eine zweite Portion gekocht habe J Jetzt bin ich wieder retour und lasse euch an meinem Erlebnis teilhaben. Heute abend will ich noch zur Folklore-Show – gestern war sie leider „Sold out“ (irgendeine Privat-Party.  Morgen weiss ich noch nicht – es ist tatsaechlich mein vorletzter Tag hier. Ich fasse es echt nicht. Vielleicht fahre ich auf eine Farm hier in der Naehe, vielleicht gehe ich auch noch einmal ins Big Brother Mouse House. Mal schauen, was und wie es wird. Um 17.30 Uhr ist auf jeden Fall wieder chanten angesagt – das ist mir hier wirklich zum lieben Ritual geworden. Einmal am Tag fuer 45 Minuten rausziehen, meditieren, den Moenchen zuhoeren und einfach atmen. Ach, da faellt mir ein, dass ich auch noch ein Buch zurueck bringen muss – ich habe gestern eine Buchhandlung gefunden, in der sie auch buddistische Literatur verleihen – nur kaufen kann man sie aus Auslaender nicht. Das wollen sie nicht. Wirklich spannend, wie sehr sie versuchen, ihr Wissen hier zu halten – ich finde das nicht verkehrt. Also, dann will ich den Artikel mal online bringen und vor allem die Bilder. Bis dann. Euer Ulf



Nix mit Nong Khiaw – krank

21 03 2012

Hallo,

Nun hat es mich also doch erwischt. Habe wohl was falsches gegessen 🙁 wobei ich keine Ahnung habe, was. Momentan kann ich also nirgendwo hin und mein geplanter Trip fällt erst einmal aus. Schade 🙁 Ich hoffe, dass die Medis schnell anschlagen und es dann weitergehen kann. Bis dahin. Alles Liebe. Ulf



2. Tag in LP

9 03 2012

Hallo zusammen,

nach einer komplett schlaflosen Nacht (4,5 Stunden Gekläffe von drei Hunden, schreiende Gockel die keine Uhr kennen, zirpende Grillen und schreiende Vögel), ging es heute morgen zur Zeremonie mit den Mönchen. Jeden Morgen um 6:00 Uhr säumen sie die Straße und erhalten Almosen in Form von Essen. Das ist absolut traditionell und eigentlich eine der wichtigsten Zeremonien für sie. Das hiess fuer mich um 5:15 Uhr aufstehen und wir wissen ja alle, wir gern ich das mache. Ich weiss noch nicht, wie ich das ganze Spektakel bezeichnen soll, denn viele der anwesenden Touristen haetten am liebsten die Moenche noch nakt fotografiert, so dicht sind sie ihnen auf die Pelle gerueckt. Wir waren echt geschockt – wir sind uebrigens Alicia, die ihr schon von gestern kennt, Nadia und Bastian, die ich heute morgen kurz angeschnackt hatte. Ebenfalls Deutsche. Sie kommen gerade aus dem Norden und finden LP komplett zu touristisch. Schon witzig, wie entscheidend doch immer der eigene Blick ist und wieder mal ein Paradebeispiel, dass es keine wirkliche Realitaet geben kann, sondern eben nur unsere persoenliche Sicht der Dinge. Was dann ja eben auch bedeutet, dass wir Menschen nur helfen koennen, ihren Weg der Realitaet zu finden. Hmm, kam gerade so 🙂 Nun ja, auf jeden Fall ist das schon ein wenig strange gewesen und ich bin mir nicht wirklich sicher, ob LP vielleicht darueber nachdenken sollte, Fotos etc. komplett zu verbieten – es macht wirklich viel kaputt. Dennoch war es natuerlich beeindruckend. Was mich besonders bewegt hat, war das Alter der Kinder, die dort liefen. Wenn ich mir vorstelle, dass dies jeden Tag passiert – puhh, wie war das nochmal mit Leiden auf hohem Niveau? Im Anschluss sind wir dann fruehstuecken gegangen – zumindest nachdem wir einen Teil der Feierlichkeiten mitbekommen haben, die LP als beliebteste Stadt v0n Touristen mal wieder verliehen bekommen hat. Krass ist, dass die Laoten sich so sehr darueber freuen, dass sie dies mit ihrer Stadt erreichen, dass 4.000 (!) Menschen auf der Strasse standen und zwar in feinster Uniform und genau das zum Ausdruck brachten. Wahrscheinlich wuerde es bei uns einen kurzen Hinweis in der Presse geben 🙂 Fruehstueck – naja, mein Appetit ist immer noch besch… Heute morgen ein halber Pfannkuchen, abends ca. 15 Pommes, 2 Cola und ein Fruchtshake – das wars fuer heute. Keine so erbauliche Bilanz, aber es wird. Es ist wirklich krass, wie schwer die ersten Tage sind. Das hatte ich anders erwartet. Natuerlich vor allem, weil ich euch alle echt vermisse! Es ist wirklich eine Herausforderung (zumindest fuer mich) mit einem ganzen, komplett unorganisierten Tag umzugehen und es ist noch dazu jedem voellig wurst, was du machst. Das ist zwar echte Freiheit, aber eben auch echt krass schwer. Denn es geht wirklich auf einmal darum zu fuehlen. Rationale Argumente bringen dich hier nicht weiter, denn die Backpacker merken sofort, ob du echt bist. Es ist somit ein echt gutes Training nach diesem ganzen Wahnsinn in den letzten Wochen ueberhaupt erst einmal anzukommen. Heute Nacht bin ich noch ueber den Nachtmarkt gegangen und habe mir eine kleine Kette gekauft, als Zeichen, dass ich die Zeit des „Trauerns und Verzweifelns“ beendet habe. Es war natuerlich komplett aus dem Impuls heraus. Ich bin an ca. 100 Staenden vorbei und blieb abrupt stehen, schaute runter und genau da lag sie 🙂 Dazu kam ein sehr spannender Satz, den ich hier aber nicht einstelle 🙂 Auf jeden Fall passt das alles sehr gut zusammen. Danach habe ich noch beschlossen mir eine Fussmassage zu goennen, ein Genuss. Umgerechnet 3.30 Euro fuer eine Stunde. Genial! Wo wir gerade dabei sind. Ich habe es doch tatsaechlich hinbekommen, dass mich Mr. Phan als ersten Auslaender persoenlich in der Kunst der Masage unterrichten will. Naechste Woche Mittwoch soll es soweit sein. Laeuft alles natuerlich nebenbei und es ist sehr spannend zu beobachten, wie viele Telefonate mit wem auch immer gefuehrt werden, damit das moeglich ist. Ich freue mich sehr darueber und es ist sicher eine besondere Ehre. Ich habe auch einen Angestellten hier gefragt. Er war sehr ueberrascht, dass es klappt und sagte auch noch einmal, dass die Techniken normalerweise nicht weitergegeben werden. Irgendwas scheine ich also richtig gemacht zu haben 🙂 Morgen geht es zum Elefanten-Village. Ich bin mal gespannt. Mit gut 70 Euro ist das echt richtig sauteuer und ich bin gepannt, was am Ende passiert. Ich werde berichten. Jetzt gehe ich schlafen und hoffe, dass ich genau das heute endlich!!! kann.  

Alles Liebe, Ulf