Hallo,
da bin ich wieder – wohlbehüte und um viele Eindrücke reicher. Am 24. ging es morgens im zweiten Anlauf dann doch noch nach Nong Khiew. Um 08.30 Uhr sollte ich abgeholt werden und wer jetzt denkt, dass ich wieder vergessen wurde irrt, denn dieses Mal war der Fahrer um 07:45 da. Mit laotischer Gelassenheit habe ich mich davon aber überhaupt nicht stressen lassen, erst mal duschen, Sandwich ordern und dann konnte es losgehen. Der eigentliche Bus fuhr dann auch erst um 09:45 ab – naja, zumindest nach „Plan“. Nachdem also alles verstaut war (in bewährter Manier auf dem Dach), ging es los und nach gut 20 Minuten Fahrt klingelte das Telefon des Fahrers. Wie sich herausstellte, wollten noch 3 Leute mit und das lohnt sich! Also Bus umdrehen, alle Sachen abladen, einen anderen Bus besorgen (leider die selbe Größe mit mehr Sitzplätzen – ihr könnt euch ja vorstellen, was das für mich hieß:)), alles wieder aufladen, reinquetschen und wieder los. Im Gegenzug fuhren wir einfach ein wenig schneller – was soll’s. Ach ja, wir sind in Laos – das ändert das Ganze ein wenig, denn auf einmal gab es ein Mörder Krachen. Anhalten und nachschauen – ja, das Vorderlicht ist aus der Halterung gefallen!! Ein amüsantes Lächeln des Fahrers und weiter ging’s. Möglichst mit jedem Schlagloch. Dank Robert (aus Hamburg) war zumindest ein weiterer Passagier an Bord, der mitleiden konnte 🙂 naja, so schlimm war es auch nicht und es gab eine 20-Minuten Pause. Nach gut 3Stunden Ankunft in Nong Khiew und der erste Eindruck ist …. Nun ja. Widmen wir uns den schönen Dingen und das ist sicherlich die Natur und Landschaft. Endlich mal Berge und viel Grün. Allerdings auch deutlich kälter (ich sitze gerade auf der Veranda meines Bungalows mit Jacke, Socken und länger Hose!). Wie auch immer: Nachdem dann die meisten entschieden hatten mit dem Tuk Tuk zur Boots-Anlegestellle zu fahren, hat der Fahrer das Geschäft des Tages gemacht und wir kamen gut 5 Minuten später an. Eigentlich wollte ich in Nong Khiew bleiben und einen Tagesausflug nach Mong Nhiew machen, aber zu dem netten Kontakt mit Robert, gesellten sich nun Tia (USA) und Stefanie (Frankreich) dazu. Also Plan ändern, „ja“ sagen und mit rauf auf das Boot. Nicht umspannend, denn um ins Boot zu kommen, hieß es erstmal ein wenig durchs Wasser laufen, also Schuhe wechseln, rein in die Fllip Flops und los geht’s. Die Fahrt war wirklich sehr schön und für. Ich steht fest, dass ich mit dem Slow Boat nach LP zurück fahren werde. 7 Stunden sind zwar recht lange, die Fahrt soll aber sehr schön sein. Anbekommen in Nong Khiew erst einmal eine Unterkunft suchen – wir hatten schon überlegt ein Bungalow zu teilen, allerdings haben sie nur welche mit Doppelbett und das war uns dann beiden ein wenig schnell 🙂 außerdem für Euro 4,50 kann man sich auf jeweils einen Bungalow leisten. Gesagt, getan. Auch wenn ich zugebe, dass ich mich erst einmal an die Bedingungen gewöhnen musste. Der ganze Ort ist zwar auf Touris ausgerichtet, dennoch ist es ein Armes Land und eine arme Region, d.h. keine Toilettenspülung, sondern schöpfen, kalt Duschen, Strom nur von 18:15-21:15 Uhr. Dank meiner wirklich guten Ausrüstung alles kein Problem und so konnte ich zumindest mal meinen Schlafsack einweihen(denn so wollte ich nicht unter der Decke pennen). Doch zuvor fiel mir erst mal auf, dass ich in dem ganzen Wirrwarr aus neuen Eindrücken meine Schuhe!!!! im Boot vergessen hatte. HILFE!! Der Mega-Gau. Gut, dass wir in Laos sind, das Boot war noch da, der Fahrer auch und nachdem ich ihn geweckt hatte mit der Taschenlampe grinste er nur und kramte meine Schuhe hervor. er hatte sie sogar extra weggepackt, damit sie nicht nass werden oder mitgenommen werden. PUHH – Glück gehabt. Also 1000-mal bedankt und dann endlich ins Bett. Geschlafen habe ich solala – mit 5 Geckos im Zimmer (die natürlich gehört werden wollen), einem Scharrgeräusch als ob sich eine Ratte durcharbeitet und den obligatorischen Gockeln eben auch nicht so einfach 🙂 Heute wollte ich eigentlich wandern gehen, leider ist das Wetter allerdings echt gruselig. Kalt und Regen. Also wird das wohl ein sehr relaxter Tag – ich werde noch bis morgen hier bleiben. Der Ort selber ist einfach zauberhaft und echt schön gelegen. Und wer weiß: vielleicht wird das Wetter auch noch besser. Im Vergleich hierzu ist LP wirklich eine Stadt. So liege ich jetzt in meiner Hängematte und schreibe diesen Artikel, damit ihr wieder was zu lesen habt 🙂 mal sehen, was noch so passiert heute.
P.S.: Sehr spannend war übrigens das Essen gestern. Wir hatten alle Chicken (war lecker), allerdings war wohl das Chicken dann alle. Nun ja, also wurde irgendwas gerufen, dann kam eine Frau mit einem fürchterlich kreischenden Huhn kopfüber und nach einer kurzen Begutachtung und der Einigung auf den Preis gab es mit einem Hieb eine Verliererin und für den Abend wieder Chicken. Ehrlich gesagt muss ich zugeben, dass mich das gar nicht schockiert hat. im Gegenteil. Und für das Tier sicher auch besser, als die Käfige etc. Bei uns. Denn hier laufen sie alle frei rum, bis eben wieder genug Chicken bestellt wird.
2.Teil:
ja, das Wetter wurde besser. Wir haben zu dritt einen Ausflug zu den nahegelegenen Höhlen unternommen, in denen die Einheimischen zu Kriegszeiten Schutz gesucht haben. Es war wirklich der Hammer – riesige Höhlen und ein Aufstieg, der es wirklich in sich hatte. Besonders nach dem Regen. Was bin ich froh, dass ich meine Schuhe noch (wieder) habe 🙂 Ich hatte zuvor noch Batterien für meine Taschenlampe gefunden/gekauft, denn die ist in den letzten Wochen schwer in Aktion 🙂 Heute Nachmittag bin ich dann noch durch das Dorf gelaufen und traf einen Guide. Diesen habe ich für morgen engagiert – um 09.00 Uhr geht es los. 1 Tag Hiking zu den umliegenden Dörfern – es wird hoffentlich interessant. Jetzt liege ich im Bett (in meinem wunderbaren Inlett) und werde erst mal pennen.
3.Teil:
Guten Morgen, da bin ich wieder. Leider ohne Ausflug 🙁 das ist wirklich schade – ich hätte so gerne diese Chance wahrgenommen. Habe immerhin 3 Wochen danach gesucht. Allerdings schüttete es aus allen Poren des Himmels und so habe ich schweren Herzens die Heimfahrt angetreten. Hmm. Eine Stunde später schien natürlich die Sonne – da waren wir aber auch raus aus dem Tal, in dem Mong Nheu liegt. Nun ja, ich hoffe ich erhalte eine Chance in Neuseeland. Die Rückfahrt nach LP war sehr gemütlich (nein, das heißt nicht gleichzeitig komfortabel!) auf einem Slow-Boat. 6 Stunden mit 18 Leuten und Gepäck den Mekong runter, auf einer ca. 10cm hohen Bank sitzend. Ihr könnt euch vorstellen, was das für Knie und Rücken bedeutet – nun ja, wir sind ja nicht aus Zucker 🙂 Außerdem macht Boot fahren einfach Spaß und die Landschaft war wirklich schön. Vielleicht vermitteln die Bilder einen Eindruck. Und dank denk des niedrigen Wasserstandes des Mekong blieb auch der „Kick“ nicht aus. Ich dachte noch: Mal sehen, ob wir auch auf Grund laufen (das hatte mir ein anderer Backpacker erzählt) und Zack … Schon war es passiert. Alle raus aus dem Boot, mitten im Mekong und mit vereinten Kräften das Boot wieder ins tiefere Wasser ziehen. Das war echt cool :)! Auch hier kein Gezeter und Geschreie. Es fassen einfach alle mit an und geneinsam wird es schon klappen. Wirklich toll. Also wieder rein ins Boot und weiter ging’s. Zwischendrin mussten wir dann noch mal raus und am Ufer lang laufen, damit das Boot nicht wieder aufsetzt 🙂 Nach exakt 6 Stunden Ankunft in LP und retour in mein Guesthouse. Jetzt bin ich wieder in meinem Zimmer und konnte die Nacht richtig gut schlafen. Beim Abendessen habe ich noch Jolianda (?) aus Rotterdamm kennengelernt. Wir wollen morgen zusammen ins Big Mouse House und um 09.00 Uhr ein wenig Englisch „unterrichten“. Es kommen wohl eine Menge Kinder, um Englisch zu lernen. Ich bin gespannt.
@Tia and Stefanie: Thank you very much again for the evening and the spended Time together. It was really a pleasure Meeting you. I hope you like the pictures and wish you all the best for your Trip and/or stay in Vientianne. Would Love Hearing from you. Ulf
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Mong Nheu – etwas chillen in der Hängematte
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Ticketstation
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Auf dem Weg Richtung Gipfel
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Höhlenforscher
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Höhlen Fundstücke
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Am Gipfel 🙂
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Mong Nheu
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Fast surreal
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Impressionen 9
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Impressionen 8
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Impressionen 7
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Impressionen 6
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Impressionen 5
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Impressionen 4
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Mekong Impressionen 3
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Ja, es war kalt im Norden – Jacke, Fleece und T-Shirt
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Wenn Schraube auf Stein trifft, muss der Hammer ran
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Bitte am Ufer weitergehen
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Mekong Impression 1
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Mekong Imoressionen 2