Geschützt: Die erste Woche
11 03 2012Kategorien : Laos
Hallo zusammen,
Tag 3 in LP. Die Entschleunigung und ich begraben weiter das Kriegsbeil und mir geht es gut. Die Massage gestern Abend hat hervorragend gearbeitet und dank Ohropax konnte ich einigermaßen schlafen. Allerdings gegen 4 Hähne kommt auch das nicht an 🙂 ich bin noch optimistisch, dass ich mich dran gewöhne. Denn die Anlage hier ist wirklich schön und ich bin am überlegen, ob ich hier verlängere. Habe schon mit Philipp gesprochen (dem Inhaber). Mal schauen, ob wir uns auf einen Preis einigen können, denn das ist hier natürlich schon deutlich teurer, als das typische Traveler-Budget. Es geht hier bei ca. 8 $ los, meine kostet ca. das 5fache. Das ist allerdings auch sehr deutlich sichtbar!
Heute morgen sollte es ja zum Mahout Training gehen , aber leider haben sie mich vergessen 🙁 allerdings hätte mir nichts besseres passieren können, denn ich habe auf einmal gemerkt, dass ich dazu auch gar keine Lust habe – das war echt ein krasses Gefühl (positiv), denn auf einmal kam mir gefühlt der Gedanke: du brauchst weder dir noch irgendjemand was beweisen, die großen Erinnerungen mitbringen, einen Preis gewinnen oder sonst was. Einfach nur du sein. Ich habe gemerkt, dass ich eigentlich einfach mal einen Tag ausspannen will, kein Gelaber, keine Leute etc. Und genau das habe ich auch gemacht. Erst mal Retour auf die Terrasse und plopp waren die Augen zu. Habe dann noch mal 7 Stunden geschlafen, in Etappen. Hat sehr gut getan. Dann einfach auf der Terrasse sitzen, mal ein bisschen wegen Sydney und NZL googlen, mit den Liebsten telefonieren und abhängen!
… Moment mal
Ach, das ja wirklich süß! Alicia war gerade hier, sie hatte sich Sorgen gemacht, weil ich bei dem Ausflug nicht dabei war und ist extra schauen gekommen, ob ich noch lebe. Wie lieb ist das denn!! Hatte natürlich auch schon dran gedacht wie ich sich jetzt erreiche, denn das war echt doof.
Ihr Lieben, ich erlebe hier echt mal gerade wieder, dass es das Leben immer nur gut mit uns meint, auch wenn es sich nicht immer sofort danach anfühlt. Ich fühle mich echt liebevoll getragen. Auch von dir, Roswitha!! Das ist gerade echt gutes, energetisches Teamworking. Jeder der dich als Freundin haben darf, ist wirklich reich beschenkt.
Heute Abend werde ich mich noch mal zum essen verabreden. Jetzt mache ich erst mal Schluss und so viel wird wohl auch nicht mehr passieren. Wobei heute echt genug an Erkenntnis passiert ist 🙂 Übrigens: Alles Güte zum Geburtstag, Matze!!! Ich hoffe, dass wir nachher noch telefonieren. Fühl dich aus der Ferne gedrückt.
Alles Liebe und bis morgen, Ulf
P.S.: Ich habe zu gestern noch eine Geschichte. Da sitzen wir im caffee und auf einmal kommt so ein blöder Kater, dreht sich um und markiert meinen Rucksack! Wie eklig!! Doch auch hier wieder der „Zufall“ – denn die beiden Deutschen, die ich kurz vorher angesprochen hatte, hatten das auch schon mal und vor allem Sagrotan dabei. Entsprechend schnell erledigt war dann alles
. Und Gott sei Dank ist kein Geruch geblieben 🙂 Wie ihr ja schon mitbekommen habt, sind die Tiere hier ein wenig anders drauf 🙂 gestern stehen wir auf der Straße – stehen zwei Hunde vor uns (M und W). Plötzlich steigt das Weibchen auf das Männchen – ziemlich erfolglos, wie ihr euch vorstellen könnt :)) großartig! So irritiert habe ich auch selten einen Rüden gucken sehen.
Hallo zusammen,
nach einer komplett schlaflosen Nacht (4,5 Stunden Gekläffe von drei Hunden, schreiende Gockel die keine Uhr kennen, zirpende Grillen und schreiende Vögel), ging es heute morgen zur Zeremonie mit den Mönchen. Jeden Morgen um 6:00 Uhr säumen sie die Straße und erhalten Almosen in Form von Essen. Das ist absolut traditionell und eigentlich eine der wichtigsten Zeremonien für sie. Das hiess fuer mich um 5:15 Uhr aufstehen und wir wissen ja alle, wir gern ich das mache. Ich weiss noch nicht, wie ich das ganze Spektakel bezeichnen soll, denn viele der anwesenden Touristen haetten am liebsten die Moenche noch nakt fotografiert, so dicht sind sie ihnen auf die Pelle gerueckt. Wir waren echt geschockt – wir sind uebrigens Alicia, die ihr schon von gestern kennt, Nadia und Bastian, die ich heute morgen kurz angeschnackt hatte. Ebenfalls Deutsche. Sie kommen gerade aus dem Norden und finden LP komplett zu touristisch. Schon witzig, wie entscheidend doch immer der eigene Blick ist und wieder mal ein Paradebeispiel, dass es keine wirkliche Realitaet geben kann, sondern eben nur unsere persoenliche Sicht der Dinge. Was dann ja eben auch bedeutet, dass wir Menschen nur helfen koennen, ihren Weg der Realitaet zu finden. Hmm, kam gerade so 🙂 Nun ja, auf jeden Fall ist das schon ein wenig strange gewesen und ich bin mir nicht wirklich sicher, ob LP vielleicht darueber nachdenken sollte, Fotos etc. komplett zu verbieten – es macht wirklich viel kaputt. Dennoch war es natuerlich beeindruckend. Was mich besonders bewegt hat, war das Alter der Kinder, die dort liefen. Wenn ich mir vorstelle, dass dies jeden Tag passiert – puhh, wie war das nochmal mit Leiden auf hohem Niveau? Im Anschluss sind wir dann fruehstuecken gegangen – zumindest nachdem wir einen Teil der Feierlichkeiten mitbekommen haben, die LP als beliebteste Stadt v0n Touristen mal wieder verliehen bekommen hat. Krass ist, dass die Laoten sich so sehr darueber freuen, dass sie dies mit ihrer Stadt erreichen, dass 4.000 (!) Menschen auf der Strasse standen und zwar in feinster Uniform und genau das zum Ausdruck brachten. Wahrscheinlich wuerde es bei uns einen kurzen Hinweis in der Presse geben 🙂 Fruehstueck – naja, mein Appetit ist immer noch besch… Heute morgen ein halber Pfannkuchen, abends ca. 15 Pommes, 2 Cola und ein Fruchtshake – das wars fuer heute. Keine so erbauliche Bilanz, aber es wird. Es ist wirklich krass, wie schwer die ersten Tage sind. Das hatte ich anders erwartet. Natuerlich vor allem, weil ich euch alle echt vermisse! Es ist wirklich eine Herausforderung (zumindest fuer mich) mit einem ganzen, komplett unorganisierten Tag umzugehen und es ist noch dazu jedem voellig wurst, was du machst. Das ist zwar echte Freiheit, aber eben auch echt krass schwer. Denn es geht wirklich auf einmal darum zu fuehlen. Rationale Argumente bringen dich hier nicht weiter, denn die Backpacker merken sofort, ob du echt bist. Es ist somit ein echt gutes Training nach diesem ganzen Wahnsinn in den letzten Wochen ueberhaupt erst einmal anzukommen. Heute Nacht bin ich noch ueber den Nachtmarkt gegangen und habe mir eine kleine Kette gekauft, als Zeichen, dass ich die Zeit des „Trauerns und Verzweifelns“ beendet habe. Es war natuerlich komplett aus dem Impuls heraus. Ich bin an ca. 100 Staenden vorbei und blieb abrupt stehen, schaute runter und genau da lag sie 🙂 Dazu kam ein sehr spannender Satz, den ich hier aber nicht einstelle 🙂 Auf jeden Fall passt das alles sehr gut zusammen. Danach habe ich noch beschlossen mir eine Fussmassage zu goennen, ein Genuss. Umgerechnet 3.30 Euro fuer eine Stunde. Genial! Wo wir gerade dabei sind. Ich habe es doch tatsaechlich hinbekommen, dass mich Mr. Phan als ersten Auslaender persoenlich in der Kunst der Masage unterrichten will. Naechste Woche Mittwoch soll es soweit sein. Laeuft alles natuerlich nebenbei und es ist sehr spannend zu beobachten, wie viele Telefonate mit wem auch immer gefuehrt werden, damit das moeglich ist. Ich freue mich sehr darueber und es ist sicher eine besondere Ehre. Ich habe auch einen Angestellten hier gefragt. Er war sehr ueberrascht, dass es klappt und sagte auch noch einmal, dass die Techniken normalerweise nicht weitergegeben werden. Irgendwas scheine ich also richtig gemacht zu haben 🙂 Morgen geht es zum Elefanten-Village. Ich bin mal gespannt. Mit gut 70 Euro ist das echt richtig sauteuer und ich bin gepannt, was am Ende passiert. Ich werde berichten. Jetzt gehe ich schlafen und hoffe, dass ich genau das heute endlich!!! kann.
Alles Liebe, Ulf
Hallo zusammen,
da bin ich wieder und es scheint, dass ich langsam ankomme. Die letzte Nacht habe ich einigermassen geschlafen. Um 21.00 Uhr war ich schon in das Land der Traeume entschwunden und erst durch ein knacken gegen 3:00 aufgweacht. Es fuehlte sich so an, also ob sich das Holz durch die Temperaturunterschiede entspannt. Danach war es mit schlafen erst mal vorbei – tausend Dinge schossen wir durch den Kopf und so habe ich beschlossen im Feld zu lesen. Der Effekt ist krass!!!! Mal wieder. Klar, ich bekam die Antworten nur so um die Ohren geknallt, das sass. Und gleichzeitig war es total liebevoll. Fuer mich jedenfalls sehr stimmig, denn so langsam merkte ich, wie ich aus meinem Tief herauskam und es besser wurde. Das einzige was blieb, war diese latente Uebelkeit und nachdem mich auch gleich ein Moskito gebissen hatte, hatte ich schon das P in den Augen 🙂 Also auch im Feld nachgefragt: Alles in Ordnung. Und mittlerweile ist alles gut, mein Magen hat sich beruhigt. Habe auf Cola und Banane und leichte Kost gesetzt. Das war genau richtig. Ausserdem tut mir die Anwesenheit von Alicia sehr gut – sie hat ein wirkliches grosses Herz, was sie auf charmante Art und Weise noch nicht wirklich weiss (Ja, wenn das keine Paralelle ist) 🙂 Auf jeden Fall waren und sind wir den ganzen Tag schon unterwegs und stolpern immer wieder ueber die selben Fragen und Themen. Sehr angenehm. Morgen ist praktisch schon geplant, der Rest wird sich zeigen. LP ist ein traumhaftes Staedtchen mit einer sehr magischen Atmosphaere. Wer auf grosse Sehenswuerdigkeiten steht, ist hier Fehl am Platz, es ist wirklich diese „Magie“ in der Luft. Alle Menschen sind komplett entspannt, Backpacker ohne Ende und sehr chillig. Du kannst hier wirklich die Strassen entlang gehen und wirst nicht immer 700x angesprochen, wie anderswo. Und jetzt versuche ich den Tag mal zu strukturieren 🙂 Das geht hier naemlich mega schnell verloren. Es ist wirklich leben im Jetzt und wenn du darauf keine Lust mehr hast, dann gibt es das naechste „Jetzt“.
Heute Vormitag waren wir erst mal fruehstuecken. Von meinem scrambled egg habe ich zwar nicht so viel gegessen, aber im Vergleich zu gestern ein echter Fortschritt. Danach ein wenig Sightseeing und ueber das ein oder andere Reisebuero gestolpert. U.a. auch bei Stray, die mit Hop-on Hop-off Bussen auch in Neusseland unterwegs sind. „Zufaellig“ ist Nathan, der Global Manager gerade hier – der wiederum aus Neuseeland kommt. Wir haben uns mit ein paar anderen zum essen verabredet, die Gelegenheit will ich gleich nutzen. Mein gestriges Massage „nein“ hat sich wohl auch geloest. Ich habe einen Laoten getroffen, der wiederum den Boss der (geschlossenen) Massageschule kennt. Er sagte, dass es strikt verboten ist, das z.T. geheime Wissen weiterzugeben. Das hatte ich bisher oefter gehoert. Und bisher blieb es bei einem Nein. Wir haben also ein wenig gesprochen und er will besagten Boss anrufen, da er ein Freund von ihm ist. Die Frage ist also, ob ich einen Tag Privat-Unterricht bekomme. Waere ja ganz cool 🙂 Die naechsten Tage moechte ich gern einen Tag als „Mahout“ machen, dann an einem Sozial-Projekt teilnehmen. Sie suchen gerade Freiwillige zum Aufbau einer Schule aus Lehm, mit Ubernachtung bei einer Familie etc. Mal schauen, ob das klappt 🙂
So, dass soll es erst mal gewesen sein. Ach nee, da faellt mir doch noch eine Menge ein. Ich kaempfe ja seit Wochen mit meinem entzuendetem Nerv am Handgelenk und trug die ganze Zeit diese Bandage. Ich dachte heute Nacht, dann kannst du ja auch gleich mal fragen, was das nun auch noch soll. Die Antwort war klar und nach der 5. Herzintegration war der Schmerz auf einmal weg. Und damit meine ich auch weg. Ich bin komplett schmerzfrei und kann es wieder voll belasten. Krass! Wobei ich mich immer wieder frage: Warum zweifel ich noch daran? Aber ich bin ja erst den 3. Tag unterwegs 🙂 Und es gab 2 andere Erkenntnisse: Zum einen wurde mir klar (als ich unter meinem Moskitonetz lag und in den Propeller schaute – uebrigens wird es hier nachts echt kalt! Ich brauchte ein Wolldecke!!): Der Mangel an Entscheidungen fuehrt am Ende zur Depression. Von daher ist eben JEDE Entscheidung besser als keine. Es klingt sooooo banal und ich wuerde dem vermutlich auch nicht die Bedeutung zumessen, wenn ich nicht selber den Unterschied gemerkt haette. Und b) Alles, was ich suche habe ich schon in mir und daher kann ich den Druck nach den grossen Erkenntnissen auch senken 🙂 Das hat gut getan, denn erst danach habe ich gemerkt, dass ich am liebsten gleich am zweiten Tag die Mega-Antwort bekomme. Witzigerweise habe ich das heute auch von Karree und Alicia gehoert – es passt einfach immer und es zeigt fuer mich auf sehr pragmatische Weise, dass fuer uns gesorgt ist …
Kurze Pause, ich brauche einen neues Pass.
… Denn, ich sitze jetzt im InternetCaffee, will sagen: Ich habe eins gefunden oder besser gesagt mich fuer eins entschieden, denn die gibts hier reichlich. Somit werde ich wohl morgen die ersten Bilder einstellen, dann koennt ihr mal schauen.
Was gibt es noch? Ach ja, morgen: Morgen frueh werden wir uns zur Zeremonie der Moenche treffen und danach ab ins National-Museum. Ich sage noch mal : National-Museum!! Und jetzt: Hat jeweils 2 Stunden am Vormittag und Nachmittag geoeffnet und genau das spiegelt auch das Leben hier wieder. Sehr chilli. Wir wollten erst heute rein, haben dann aber Karree aus Australien getroffen (die junge Dame aus dem Flieger) und sie erzaehlte das. Also morgen, nach der Zeremonie und nach einem Fruehstueck. Jetzt freue ich mich erst mal aufs Essen, denn ich habe Hunger! Getrunken hatte ich die letzten Tage auch zu wenig – heute habe ich es schon wieder auf gut 2 Liter gebracht. Tja, ihr Lieben. Ich kann nur sagen: Es war echt ein Test in den letzten Tagen, aber es lohnt sich, sich durchzubeissen, wenn das Gefuehl stimmt. Aber Achtung: Das Ego ist manchmal tricky und tut so, als sei es das Gefuehl. Das ist ein riesen Unterschied.
Ich wuensche euch alles Liebe. Ach nee Ich habe total vergessen zu erzaehlen, dass ich gestern die erste „Rolle“ aufgemacht habe (ich brauchte ein paar liebe Worte). Er war von dir Julia (W). und ich habe dich auch lieb 🙂 Vielen Dank auch fuer eure Kommentare – sie begleiten mich hoffentlich weiter. Ich drueck euch aus LP und wuensche euch nach eurer Zeit einen tollen Tag. Euer Ulf
Wahnsinn, was so alles passiert ist – daher habe ich eigentlich gar nichts gemacht 🙂 Ja, wenn man mal auf die Kleinigkeiten achtet. Uebrigens war das auch interessant. Wie gesagt, ging es mir ja nicht so gut – ich habe dann mal kurz reingespuert und bekam als Antwort: Das ist Teil deines Entschleunigungsprogramms. Geh langsamer, schau hin, achte auf die Details – ok, gesagt, getan und 5 Minuten spaeter war alles bestens. Es ist echt unglaublich! Lieber Kurt, ich kann es nur immer wieder sagen: Deine Arbeit hat mein Leben echt komplett veraendert – DANKE!! Ich bin sehr gespannt, was noch so passiert. Ende? Hmm, mir faellt noch so fiel ein – aber ich bin ja zum essen verabredet. So ein Stress *g*
So, da bin ich also. In Luang Prabang, Laos. Die letzte Nacht war ja kurz, was heute -zusammen mit Heimweh, Alleine Sein, Klima-Wandel und Zeitunterschied zum Einbruch führte. Krass wie schnell das ging – bisher war es bei anderen Reisen erst nach ein paar Wochen. Dazu kommen noch ein paar magentechnische Probleme, die sich wohl ab morgen mit regelmäßigem Essen legen. Insgesamt Super 🙂 Und gleichzeitig wieder eine spannende Erfahrung. Denn das Einzige was hilft ist hinhören und reinfühlen. Also habe ich doch noch die Fahrt in die Stadt gewagt. Irre viele Backpacker und viele Nationen. Mein Nachbar hier im Thongsbay Guesthouse ist mit Family aus Israel und programmiert gerade seine App, mit der man Gitarre spielen kann. Sehr cool. Auch wenn er sonst nicht so positiv ist – alles doof und enttäuschend (was klasse ist zu hören, wenn es gerade selber nicht so toll ist). Zurück in die Stadt. Ich war im Reisebüro, bei der touri-Info und im Kaffee. Dort habe ich Alicia kennengelernt, die seit gestern hier ist. Sie ist ebenfalls Deutsche und seit mehreren Monaten alleine unterwegs. Wir haben uns für morgen verabredet und wollen mal schauen, was in der Stadt so los ist. Danke schon mal fürs zuhören 🙂 Sie kannte das alles auch schon aus ihren letzten Monaten. Die Hilfsbereitschaft ist übrigens wirklich enorm. Heute auf dem Flug konnte ich mich dann bereits revanchieren, als der Magen meiner Sitznachbarin aus Australien den Kampf mit den Luftlöchern verlor. So ist das: das alte Prinzip von Geben und Nehmen. Und heute Abend war ich wieder dran. Auf jeden Fall tut das gut und ist gerade genau das Richtige. Sonst ist Luang sehr schön auf den ersten Blick. Sehr ruhig. Momentan sind im gesamten Land Brandrohdungen, was mich nicht stört – dadurch ist es zwar ziemlich diesig, aber es hängt dieser typische Feuergeruch in der Luft. Eigentlich wollte ich noch den Nachtmarkt erkunden, aber das wird morgen gemacht. Heute fiel in der gesamten Straße der Strom aus – das ist hier völlig normal 🙂 Die Laoten scheinen das schon gewohnt zu sein, denn am Ende erleuchteten Dutzende Kerzen die jeweiligen Stände. Schön anzusehen. Zurück zum Guesthouse ging es dann mit dem TukTuk. Das ja jedesmal cool. Jetzt esse ich noch schnell einen Happen und dann ab ins Bett, mit Moskitonetz etc., denn mein Bungalow liegt direkt am Fluss. Wünsche euch allen eine gute Nacht! Ulf

Meine Unterkunft fuer die ersten Tage: Thobgsbay

Blick von der Terrasse auf den River
Aber keine Sorge! Mir geht es gu, nur anscheinend meinem Zimmernachbarn nicht. Der muss sich so abgefüllt haben, dass er über 1 Stunde!!! Seinen Wecker nicht hörte, der wie ein Gasalarm Klang. Am Ende haben dann 2 Angestellte aufgeschlossen – er müsste wohl auch zum Flughafen 🙂 Nun ja. Für mich war damit die Nacht beendet und was besseres konnte mir gar nicht passieren. Ich habe geschrieben und gelesen – großartig!! Ich meine wann bin ich das letzte Mal einfach so aufgewacht und hatte Bock auf Lesen und Schreiben? Lange her 🙂 ja, dafür werde ich morgen müde sein (also heute), aber ist das dann schlechter?? Genau. Das wissen wir eben nicht. So banal die Erkenntnis klingen mag: Am Ende kenne ich das Ergebnis meiner Entscheidungen eben nicht. Ich kann nur meinem Herzen folgen, in dem Wissen, dass für alles gesorgt ist. Wahnsinn!! Wenn das nicht nur ein flüchtiger Gedanke ist, hat die Reise heute Nacht wirklich begonnen.
Wie das so ist, habe ich zu diesem Gedanken eine sehr schöne Geschichte gefunden.
Zu früheren Zeiten, als wir Menschen noch überwiegend zu Fuß gingen, gab es einen Mann, der immer auf Achse war. So ging er eines Tages eine Weg entlang und kam zu einer Gabelung. Rechts oder links? Beide Wege sahen einladend aus, doch er müsste den richtigen nehmen, denn er hatte nur Nahrung für den Tag dabei und brauchte noch eine Unterkunft und ein wenig Arbeit, denn Geld hatte er nicht. Er konnte sich nicht entscheiden und drehte um. Denn dort, woher er kam, hatte er alles gehabt. Plötzlich zog ein Wanderer hinter ihm vorbei und ging einfach so den linken Weg. Nun, dachte er. Wenn er das so einfach kann, dann muss das der richtige Weg sein. Also folgte er ihm, froh darüber, nicht selber die Entscheidung getroffen haben zu müssen. Doch irgendwas passte nicht und er fühlte sich nicht wohl, sein Verstand rumorte und nach der Hälfte entschloss er sich zurück zu laufen und rannte nun den rechten Weg entlang. Er bekam Angst, denn auf einmal machte der Weg eine Kurve und er hatte das Gefühl in eine andere Richtung zu gehen. Er beschloss, dass dies jedoch immer noch besser sei, als alleine an der Weggabelung zu sitzen und außerdem werde es bald dunkel. Als der Abend nahte, staunte er nicht schlecht. Denn der Weg machte noch eine Kurve und schloss sich mit dem linken. Und genau dort fand er ein kleines Haus und wurde für ein wenig Hilfe liebevoll beherbergt.
Das einzige, was wir also tun können, ist uns zu entscheiden und dann das Ergebnis passieren zu lassen.Ich habe das Gefühl, dass dies ein zentraler Schlüssel auf dem Weg zur inneren, freudigen Gelassenheit ist. Ich werde berichten 🙂 Alles Liebe. Ulf
Ich muss aufstehen. Es ist hier 6:00 Uhr . Lang Prabang – ich komme.
Hey,
Da bin ich also. Im Lilac Airport Hotel in Bangkok, wenn auch nur für eine Nacht. Es hat alles Super geklappt und mir geht es soweit gut, der Abschied von euch und insbesondere von zu Hause war natürlich schon echt heftig und ich werde bestimmt noch ein paar Tage brauchen, um wirklich voll anzukommen. Der Flug nach London war cool (Breite Sitze, Notausgang). Auf dem Weiterflug nach Bangkok wollte ich meinen Platz tauschen, hatte aber schon das Bauchgefühl „lass das mal – der Platz ist richtig“. Also blieb es dabei – was soll ich sagen: die beiden Plätze neben mir frei (ein Traum für die Beine) und ein Sitznachbar aus Berlin, der in Sydney gearbeitet hat. Danke dir an dieser Stelle nochmal für deine Hilfe, Sebastian. Auch wenn ich erst in ein paar Woche da bin, ist es schon mal gut zu wissen, wo es sich lohnt hinzufahren. Und wenn alle Stricke reißen, komme ich auf dein Hilfsangebot zurück. Überhaupt muss ich sagen, dass hier unfassbar viele Backpacker ausgestiegen sind. 2 Mädels aus Holland habe ich auch noch kennen gelernt, allerdings blieb es eher bei Hallo und gute Reise. „Witzig“ war auch, dass ich bei.m aufgeben meines Gespäcks in Hamburg schon so ein komisches Gefühl hatte – siehe da: es kam nicht an. Dank der Thai Gastfreundschaft aber kein Problem, binnen 20 Minuten war alles gelöst und jetzt habe ich alles. Es war schon bis Luang Prabang gelabelt. Morgen geht es um 6:45 zurück zum Flughafen – ich bin gespannt auf meinen Flug. Werde mich dann wieder melden, sofern es WLAN gibt.
Alles Liebe euch, Ulf
P.S.: Das Hochladen von Bildern gestaltet sich ein wenig schwieriger. Brauche dafür einen richtigen PC. Kann also ne Weile dauern. Nicht , dass ihr euch wundert 🙂
P.P.S.: komme gerade wieder ins Hotel. Das kann ich hier wirklich empfehlen. Habe sehr lecker gegessen (alleine die Speisekarte war schon mal wieder asiatische Hammer – geschnitzt aus Holz). Ein sehr nettes Restaurant und die üblichen „haaaaaaaaaaaaaaaa-Schreie der asiatischen Mädchen“, aber das kenn ich ja schon :))) Was jedoch sehr spannend ist: das Restaurant liegt zu 100000000% in der Einflugschneise. Das heißt, die Vibrationen der Turbinen sind fühlbar – unfassbar:) da würde bei uns niemand eine Genehmigung bekommen. Doch es ist voll, die Leute freuen sich, haben Spaß und feiern. Klar, sagt der Verstand, man gewöhnt so sich an alles, doch mir hat es noch einmal verdeutlicht, wie wichtig unsere eigene Einstellung ist und das wir damit unsere Form der Realität gestalten. Sehr beeindruckend und immer noch Zeit für ein freundliches Savanikab. Das Essen war für meine Begriffe etwas teuer – ein Bier, Reis und Hühnchen mit Nüssen für 290 Baht ;ca. 9 Euro – ) bin mal gespannt, welche Preise in der Thai-Karte stehen. Sei es drum: zumindest habe ich was vernünftiges gegessen.
Außerdem ist morgen ein wichtiger Feiertag. An der Rezeption sagte man mir, die Geburt des Buddhismus werde morgen gefeiert. Auf jeden Fall machen sie eine Menge „Krach“ und überbieten sich im „Klong-Kling-Kling“ spielen. Alles rund um eine große Tempelanlage, die hier genau um die Ecke ist. Der Markt davor bietet alle Skurilitäten, die man sich vorstellen kann. Und ganz nebenbei ist auch noch ein Rockkonzert – Thai Pop mit Choreo – der Hammer! Dafür, dass ich dachte, dass 10 Minuten vom Airport nix los ist, ist dann doch ne Menge los. Jetzt packe ich alles für morgen und dann ab ins Bett.