19.03.: 1 Tag Off

19 03 2012

Hallo,

erst einmal möchte ich mich bei euch allen für die zahlreichen Mails, Kommentare und Telefonate bedanken!! Das bedeutet mir sehr viel und ich freue mich immer wieder von euch zu hören.

Heute habe ich nur relaxt. Die 3 Tage im Elefanten-Camp waren doch anstrengender, als gedacht. Also habe ich heute mich und meinen Sonnenbrand geschont 🙂 was auch sehr schön war, geschlafen und vor allm getrunken. Entsprechend habe ich auch meine Pläne geändert – ich werde morgen nicht mit Gabi und René fahren, sondern am Mittwoch. Ich muss morgen erst mal zur Bank und Geld holen. Das ist hier immer nicht so einfach und gerade das macht es natürlich reizvoll. Es ist eben eine kleine Lotterie, ob die Datenverbindung gerade klappt oder eben nicht. Also wollen wir mal hoffen, denn in Nong Khiaw gibt es keine Visa-Karten etc. Also alles in Bar. Ich kann euch sagen: so oft war ich noch nie Bargeld-Millionär 🙂

ach, Schau an: die Schweizer fahren auch am Mittwoch 🙂 Es fügt sich eben immer. Ich habe hier eine spannende Diskussion am laufen mit einem Kollegen in Deutschland. Wir sprechen gerade über die Sinnhaftigkeit von Zielen. Ich bin mir da ja auch nicht mehr so sicher, ob das so sinnig ist. Aber das ist ein anderes Thema, was differenziert betrachtet werden will.

Sonst gibt es nicht so viel zu tun 🙂 Ich habe jetzt erst mal was gegessen. Meine mangelnde Nahrungsaufnahme letzte Woche hat doch ein wenig Spuren hinterlassen. Muss das langsam wieder aufholen, habe es am Beckengurt gemerkt.

Also, ihr Lieben. Ich werde weiter schreiben, hier in Lp ist das echt der Hammer. Es fällt der Strom aus, selbst Wasser kann schwierig sein – aber in jedem noch so entlegenen Winkel gibt es Handy. Wahnsinn. Jetzt kommt gerade wieder Asche vom Himmel – die fackeln hier echt gnadenlos alles ab und ich hoffe, dass sie schnell kapieren, dass es nicht zu ihrem Vorteil ist.

Habe gerade noch mit Thomas und Fabienne gesprochen. Sie ist gestern vom Fahrrad gefallen und musste genäht werden. Schon noch ein wenig blass – ich bin ja sowas von froh, dass ich nur einen Spinnenbiss hatte. Der verheilt übrigens gut 🙂

So, macht’s gut und gern weiter fleißig schreiben. Ich freue mich drauf.



18.03.: Wow, wow und wow!

18 03 2012

Hallo zusammen,

Da bin ich wieder – sicher zurück von den Elephanten. Es war der Knaller!! Aber der Reihe nach. Zusammen mit Anne und veronique wurde ich erst mal von Lai und Philipp zum Busbahnhof gebracht. Der Bus fuhr um 09.00 los, Wwir musste Schon um 07.30.Uhr da sein, denn der Bus fährt, wenn er voll ist und das war am Ende um 08:15Uhr. Wir sind mit einem Local-Bus gefahren und so kam ich in denGenuss von laotischer Technik 🙂 lässt es mich mal so sagen: Wenn dieser Bus 3 Stunden bergauf- und bergab überlebt, übertreibt es der deutsche TÜV echt mächtig 🙂 Wir haben an Bord noch für ein bisschen Wirbel gesorgt, weil irgendwas mit den Plätzen war. Keine Ahnung, irgendwann hatte sich jeder beruhigt und es ging los. Gute 3 Stunden kamen wir in Sayaibouri an und wurden direkt abgeholt. Tja, und der Rest ist Geschichte – 3 Tage und 2 Nächte Elephanten pur. Da weiß ich echt nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Das Camp hat im November 2011 aufgemacht und entsprechend neu ist alles. Es gibt nur einfache Bungalows mit Gemeinschaftstoiletten und -Duschen. Strom liefern -soweit machbar- 2 Kollektoren und jeder Bungalow hat noch mal 12V Solarzelle für 2 kleine Lampen. Telefon gibt es nur per Satellit -kurzum: Abgeschieden und wunderschön.
Am ersten Tag hieß es ankommen, Elefanten und ihre Mahuts kennen lernen und vor allem zu sehen, wie ein Elefant bestiegen wird 🙂 tja, und dann hieß es selber machen. Hahahahahahaha – nee kein Scherz!Der Elephant bückt sich, man tritt auf sein Bein, greift das andere Ohr und zieht sich hoch – das ganze ziemlich schnell, denn der Elefant steht sofort auf, wenn man ansatzweise auf ihm drauf ist 🙂 dann nach vorne in den Nacken rutschen und mit den Beinen festhalten. Oh mein Gott :)!! Naja, wie das dann „Live“ ist, kann ich euch natürlich nicht sagen, aber ich hoffe, die Bilder geben einen guten Eindruck. Danach ging es zum baden – wir saßen am Steg und haben diesem wunderbaren Spiel zwischen Mahuts und Elefanten zugeschaut. Danach werden die Elefanten jeden Tag in den Wald gebracht, dort ruhen sie und fressen. Jeder an seinem Platz. Danach noch ein leckeres Abendessen (Ich bin wirklich erstaunt über die Küche) und dann ab ins Bett. Duschen konnte ich nicht mehr – es war schon zu dunkel 🙂 und natürlich fiel auch gelegentlich der Strom aus und gegen 20:00 machte es klack und der Akku der Kollektoren hatte auch keinen Saft mehr – wie gut, dass es Taschenlampen gibt. Geschlafen habe ich wunderbar – da konnte mich auch die handtellergoße Spinne nicht dran hindern, die über meinem Moskitonetz hing – es war ja das Netz drüber 🙂 und wo sie heute morgen war, keine Ahnung.
Der nächste Tag: Ich stand einfach auf, weil es draußen hell war und ich die ersten Stimmen hören konnte. Es war gerade 06:50 – als genügend Zeit für den Sonnenaufgang, Duschen, Zähneputzen etc. Danach ein leckeres Frühstück und dann die Elefanten wieder abholen. Irgendwann gab mir der Mahut ein Zeichen zu warten und wenige Minuten später krachten die Bäume und da war er wieder – mein Elefant 🙂 (naja, ich Sage das, weil ich hier die ganze Zeit auf ihm „reite“).
Ich war sehr erstaunt, wie wendig die Elis sind im Wald, denn es ist ziemlich steil. Hatte mich schon gefragt, wie sich das anfühlt und ehe ich es mir versah, Bot mit der Mahut an, den Elefanten ins Camp zu reiten. Tja, was willst du da sagen – außer „Ja“. Also -wie ich seit heute weiß- mep oder mep Long und der Elefant weiß Bescheid. Wenige Sekunden später wusste ich dann, wie es sich anfühlt 🙂 das war schon sehr cool. Direkt danach ging es ins Mahut-Training und wir haben Basic-Kommandos gelernt. Pai = geh / Hao = Stop / Kwa = rechts (wobei man dem Elefanten mit dem linken FUß das parallel auch noch zeigen muss)/ Sai = links (das selbe mit dem anderen Fuß)/ toy = Rückwärts (mit einem Klaps auf den Kopf) – alles klar, na dann wieder rauf auf den Eli und zeigen, was ich gelernt habe.
Wir „mussten“ dann eine 8 laufen, was gar nicht so einfach war 🙂 Im Anschluss baden und dann Pause – und ich war echt kaputt *g* Also erst mal ne halbe Stunde pennen – in der Hitze geht sowieso nicht mehr von 10.30 – 14:30 Uhr. Mittagessen war sehr lecker und anschließend sind wir zu den Baby-Elefanten gelaufen. Das war sooooo süß!! Vor allem, wenn sie nur 5m entfernt sind. Ich habe ein paar Bilder eingestellt. mit dem Boot dann Retour zum Camp und nach einem kurzen Drink und dem Tausch meiner Speicherkarte wieder zum baden *g* Und nach diesem wunderbaren Spiel bekamen die Elis („meiner“ hiess übrigens Dongkruun) wieder ihre 30m Kette an, damit sie nicht wegrennen in der Nacht, und es ging zurück in den Wald ( Ist klar, dass ich noch mal gefragt habe – und Zack: ein letzter Ritt :)) so cool! So sitze ich jetzt auf meiner Veranda und genieße die Geräusche der einsetzenden Nacht – morgen geht es mit dem Bus zurück nach Luang Prabang und ich habe noch keine Idee, was ich dann mache bzw. Was das überhaupt toppen kann. Alors, merci beaucoup Veronique e Anne encore une fois! C’etait genial e magnifique!!!!!!!!!! Heute kam ein deutsches Pärchen an und nach einer Stunde war es auch um sie geschehen 🙂 Sie haben den Boottrip gemacht, den ich überlegt hatte. 2 Tage den Mekong lang, Richtung Thailand. Aber ich habe jetzt 3 kennengelernt, die das gemacht haben und alle sind dabei krank geworden – also lass ich das mal lieber. Es wird andere Dinge geben. So, dann werde ich das Pad mal wieder weglegen und mich ausruhen 🙂 Ich Wünsche euch viel Spaß mit den Bildern!

Alles Liebe, Ulf
Nachtrag: Die Rückfahrt war ein Abenteuer! Die Strasse ist hier ja nicht geteert und somit sind es einfach nur buckelige Sandpisten. Ich kann euch sagen: Jetzt weiß ich definitiv, warum soooooooooo viele Asiaten Staubmasken tragen. NiE WIEDER eine Bustour hier ohne Maske!!!!! Das ja echt unnormal – soviel Staub und Sand hatte ich definitiv noch nie in meiner Lunge, denn das der Bus keine Klima hat, muss man natürlich die Fenster aufmachen, sonst wirst ja blöd 🙂 Ich bin echt immer noch beeindruckt, dass die Busse überhaupt fahren. Unserer heute hatte einen vertikalen Riss in der gesamten Windschutzscheibe und war dann rechts mit Tape angeklebt 🙂 bei jedem Schlagloch, also jede halbe Nano-Sekunde, konnte man sehen, wie die Scheibe kurz nach vorne ging und dann wieder anschlug:) großartig! Und das der für 45 Personen ausgelegte Bus am Ende 60 Leute transportierte, ist wohl klar. Wir hatten kleine Plastikhocker, die man in den Gang stellt. Irgendwie schon cool und wenn man es überlebt, definitiv erinnerungswürdige Geschichten. Zurück in LP habe ich mir mal ein anderes Guesthouse angeschaut – furchtbar! Es stank nach Schimmel und sollte das Selbe kosten, was ich hier in die Familienkasse werfe. Nun bin ich also wieder bei Lay und Philipp. So süß – Lay hat mich erst mal umarmt und sich gefreut, dass ich wieder da bin. Veronique und Anne sind weiter nach Vientianne, ich habe Alicia noch wieder getroffen – sie fährt heute mit dem Nachtbus nach Vientianne und ich plane mit den beiden Schweizern, Gabi und René, nach Nong Khiao zu fahren. Mal schauen, macht einen sehr schönen Eindruck und ist eben noch sehr natürlich.

 
Ach ja: Sophie und Christoph, sollte euer Beitrag auf RTL ausgestrahlt werden, sagt bitte Bescheid. Danke euch – es war klasse euch kennen zu lernen und viel Spaß noch auf eurer Reise. Sorry auch an Paul und Chris – das Bier holen wir morgen bei euch auf der Veranda nach, dann könnt ihr mir noch mal erzählen, dass ich lieber Australien statt Neuseeland machen soll 🙂 ich mache es aber trotzdem nicht!! *g*



15.03.: Morgen früh geht es los

15 03 2012

Hallo ihr Lieben,

So, morgen geht es also los. Erst mit dem Bus nach Sayabouri (ca. 4 Stunden) und dann ins Elephant Camp. Ich bin echt gespannt. Habe mir zur Vorbereitung noch mal ein wenig Videos etc. angeschaut, was mich sehr traurig gemacht hat – stellt euch mal vor: Laos, das Land der Miilionen Elephanten hat heute gerade noch 1000 Stück. Das kann schon nachdenklich machen. Auf Fakten dieser Art stoße ich immer wieder. Mit egal was und mir geht immer wieder durch den Kopf, dass alles mit allem zusammenhängt. D.h., dass sich in dem fragilen Zusammenspiel andere „Seelen“ dazu entschlossen haben, an Plätzen wie diesem zu arbeiten und zu leben, damit es uns besser gehen kann. Mir wird immer klarer, dass wir nicht so tun können, als seien Länder wie Laos so weit weg, denn Raum/Zeit sind doch ohnehin nur Illusionen. Hmm, da drohen sich Veränderungen an 🙂

Aber jetzt eins nach dem anderen: wenn ihr wissen wollt, wo ich hinfahre, schaut mal auf www.elephantconservationcenter.com

Es ist schon abgefahren. Ich weiß da eigentlich nix drüber – und schipper mit 2 wildfremden Frauen dahin, weil eine davon einen Bekannten hat, der die Einrichtung kennt (gutes gehört hat). Wenn ich also nicht mehr wiederkomme, wisst ihr wenigstens, wo ihr suchen müsst 🙂

Ich werde berichten!! Alles Liebe, Ulf

P.S.: Heute Abend war mein Massage-Lehrer noch da. Er dachte um 09.00pm und ich um 09.00am. Nun ja 🙂 war aber sehr cool und hat echt Spaß gemacht. Hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben und mich immer wieder korrigiert bis ich wirklich alles richtig gemacht habe. Sehr lustig war übrigens, dass er schon um 20.00 Uhr vor dem Tor stand und ich dann an ihm vorbeigegangen bin, weil ich ihn nicht erkannt habe :):):) sehen einfach irgendwie alles gleich aus *g* nun ja, es hat am Ende geklappt. Also, gute Nacht. Um 06.45,Uhr ist aufstehen angesagt.



15.03. Anders als geplant

15 03 2012

Hallo an diesem neuen Tag,

heute morgen bin ich wieder mit Zuversicht aufgestanden, nachdem gestern hier die Welt unterging. Es hagelte und schuettete, als ob die Welt unterging. Es hat bei uns am Guesthouse diverse Baeume runtergecknickt, heute habe ich gehoert, dass in der Stadt wohl ganze Tische und Stuehle durch die Luft gewirbelt wurden. Ich musste auf jeden Fall leider noch mal raus und bin wohl im Dunkeln (weil natuerlich auch der Strom ausfiel) trotz Taschenlampe in ein Spinnennetz gelaufen. Die Quittung habe ich dann auf einmal in meinen Oberarm bekommen – aua, das sass und wurde vor allem immer dicker und huckelig. Die Einheimischen lachen dann immer nur und warten einfach, ob was schlimmeres passiert. Veronique und Anne hatten Gott sei Dank Fenisitil und so was dabei und so lag ich dann im Dunkeln im Bett, wollte nach Hause und starrte auf die Bissstelle 🙂 Oh Mann! Naja, um 01.00 konnte ich dann schlafen, da alles zurueck ging. Jetzt sind eben nur noch zwei rote Bisspunkte uebrig.

Eigentlich sollte ich heute um 09.00 die zweite Massage Session bekommen. Aber mein Lehrer kam nicht. Hmm, vielleicht ist er einfach immer noch krank. Aber man kann ja wenigstens anrufen – das sind echt Sitten. Aso bin ich um 10.00 mit in die Stadt gefahren, nachdem ich um 05.30 aufgestanden bin und mit Lai zur morgendlichen Zeremonie der Moenche gegangen bin. Da war super schoen. Um 6.00 sitzt man auf der Strasse und wartet. Dann kamen 7 Moenche, Lai hatte fuer mich auch ein wenig Reis gekocht etc. Dann laufen die Moenche vorbei und chanten am Ende noch ein wenig. Eine wirklich tolle Atmosphaere und komplett was anderes, als dieser Zirkus in der Stadt. Nich umsonst sagte ein Moench, dass monk und monkey fast gleich sind: Beide verleiten Touris die Kameras rauszuholen.

Wie auch immer: Ich also mit in die Stadt. Habe dann einem der Tuk Tuk Fahrer gesagt, dass ich zu den Wasserfaellen moechte. Er hat dann ganz entspannt ne gute Stunde nach weiteren Mitfahrern gesucht und am Ende sind wir zu sechst gefahren. Eine ganz nette Truppe. James aus UK, Anna aus Neuseeland, Thorben und Finnia aus Hamburg und noch ein Maedel, deren Name ich vergessen habe. Aber natuerlich aus Hamburg – so schoen!! 🙂 Dem Tuk Tuk Fahrer drueckt man dann Geld in die Hand (40.000 kip shared price) und dann geht es los. Die Fahrt dauer gut 40 Minuten, wobei unserer das in 20 schaffte 🙂 30-Schilder – ja, was heissen die noch mal? Aber man gewoehnt sich dran und wenn so ein Ding umfaellt ist das ohnehin egal 🙂 Der Fahrer wartet dann vor Ort, man vereinbart eine Uhrzeit und dann geht es wieder retour – alles sehr entspannt und problemlos.

Zu Beginn gibt es noch ein Rescue Camp fuer Schwarzbaeren. Man kommt echt richtig dicht dran. Sehr schoene Tiere und es ist fuer eine gute Sache.
Weiter oben geht es dann Richtung der Wasserfaelle – man kann verschiedene Wege gehen oder auch den ein oder anderen Wildweg laufen. Irgendwie klappt das schon, ansonsten einfach umdrehen und dem Wasser folgen 🙂

Schwarzbaer im Rescue Camp
Schwarzbaer im Rescue Camp
Danach geht es zu den Wasserfaellen und nach der Stadtluft ist das wirklich eine Wohltat. Nach 2 Wochen merke ich die Brandrohdungen dann schon ein wenig. Landschaftlich ist das Gebiet um die Wasserfaelle sehr reizvoll und an einigen Stellen kann man auch baden. Ihr koennt ja mal selber schauen. Ich muss langsam los und schreibe spaeter wieder.
Habe endlich mal 1.000.000 Kip am Automaten bekommen – das reicht aber hinten und vorne nicht und meine Karte macht nach wie vor Probleme. Hoffentlich kriegen die das bei der DKB endlich mit dem PIN geregelt! Aber auch dafuer finden sich Loesungen – ich kann das einfach ueber Kredikarte bei meiner Unterkunft mit bezahlen. Also, bis spaeter – Ich vermisse euch alle!


14.03.: Massage, Teil 1

14 03 2012

So, das hat schon mal geklappt. Heute morgen kamen Mr. Van und Mr. Pan auf ihrem Roller und es konnte losgehen. Eigentlich waren 6 Stunden geplant, aber ausgerechnet der Lehrer hat wohl gestern was extrem Böses gegessen und müsste immer wieder mein Badezimmer aufsuchen. Er hat mir echt Leid getan, denn es war offensichtlich, dass er echt litt. Sein „Freund“ hat sich redlich  Mühe gegeben ihm zu helfen und wir haben gute 2 Stunden gelernt. Sehr cool – mir hat es richtig Spaß gemacht! Dann ging nix mehr und wir haben uns für morgen nochmal verabredet. Das ist gar nicht schlecht für mich, denn so kann ich nachher erst mal noch mal alles in Ruhe durchgehen, denn es ist doch eine Menge 🙂 Alleine 40 Punke, die man an beiden Füßen kennen muss. So sitze ich jetzt auf dem Balkon und werde gleich erst mal was essen.

Heute morgen habe ich noch Wäsche abgegeben – sehr lustig, denn hier bezahlt man pro Kilo Euro 1,50. Das ist schon teuer! Wenn man die Wäsche abgibt, wird sie abgewogen – ich hatte 600g 🙂 ob ich mir das leisten kann :)? Also dann, bis später.



13.03.: Der erste Ausflug (Pak Ou Caves)

13 03 2012

Hallo,

heute gibt es erst mal ein paar Fotos:

Goldwäscher am Mekonf

Goldwäscher am Mekonf

In der Buddha Höhle

In der Buddha Höhle

Village Impression

Village Impression

Bloick vom Boot auf den Mekong

Bloick vom Boot auf den MekongBlick auf den Berg mit den Buddha Höhlen
Eingang zur Buddha Höhle

Eingang zur Buddha Höhle

so, dann will ich mal berichten 🙂 Gestern bin ich durch die Stadt gelaufen und habe Carmen aus München und Oliver aus Zürich getroffen. Sie ist Controlleron, er Polygraf. Sie saßen bei Green Discovery, einer lokalen Reiseagentur. Ich habe spontan „Ja“ zu einem Ausflug gesagt und es nicht bereut. Heute morgen um 09:00 ging es mit Kia, unserem Fremdenführer, sowie Michelle und seiner Frau aus Touluse. War eine gute Gelegenheit meine Französisch-Kenntnisse ein wenig aufzufrischen 🙂 wir sind mit dem Boot zuerst zu einem alten Weberdorf gefahren, in dem wirklich noch an alten Webstühlen aus Holz gearbeitet wird. Sehr interessant – das kenn ich ja nur noch aus dem Museum 🙂 im Anschluss ging es zum Whiskey Village. Beide Dörfer wissen natürlich um ihre Besonderheit und so wundert es nicht, dass sie alles auf den Tourismus ausgelegt haben – dennoch sehr spannend. Green Discovery plant den Trip auch so, dass erst die Dörfer angefahren werden und dann die Höhlen (Pak Ou Caves), denn später am Tag sind weniger Touristen dort. Die meisten lassen sich mit dem Auto hinbringen und verpassen dann die schöne Flussfahrt. Mittagessen war der einzige Treffpunkt aller Touristen und echt zum Kotzen – das hasse ich ja, diese Touri-Abzocken 🙂 ich habe nix gegessen und nur eine Cola getrunken, denn schon in der Suppe schwammen Ameisen und Larven etc. Das hat nichts mit der laotischen Küche zu tun! Im Anschluss sind wir dann zu den Buddha-Höhlen, was wirklich beeindruckend ist. Am Ende stand ich in der Upper Cave mit einem alten Buddhisten, der ein wenig sang und betete – eine tolle Atmosphäre (sehr speziell). Habe dann auch noch eine Räuchergabe gekauft und angezündet. Danach ging es den Mekong wieder Richtung LP. Ein gelungener Ausflug.

Am Abend habe ich mit Veronique und Anne aus Brüssel unterhalten. Sie fahren nach Sayabouri ins Elephanten-Camp. Ich habe ja immer noch ein wenig Angst mir sonst was hier zu holen, aber die ganze Zeit im Hotel bzw. LP zu sein, macht echt keinen Sinn. Also mal wieder raus aus der Komfortzone 🙂 kurzum: ich fahre mit. 3 Nächte/ 2Tage Elephanten pflegen und begleiten.  Das wird bestimmt sehr spannend – auch wenn mich schon ein wenig vor den Unterkünften graut 🙂 Ich werde natürlich berichten. Und es ist natürlich Super, dass die beiden fahren, dann bin ich nicht ganz alleine. Schon spannend, wie sich mal alles fügt. Morgen ist Massage-Kurs – was bin ich gespannt, ich habe darauf echt Lust.

Achja: meine Ec Karte funktioniert hier anscheinend nicht. Ich habe also schon die Panik bekommen, dass ich an kein Geld komme. Habe mit der Bank gesprochen, ist alles ok mit der Karte. Nun ja, Philip hat erst einmal ausgeholfen. Am Abend habe ich noch Malte und seine Freundin aus Bielefeld getroffen. Sie kommen aus Bielefeld und waren u.a. 3 Wochen in Neuseeland. Soll wirklich sehr schön und gleichzeitig unfassbar teuer sein!! Sie haben mir ebenfalls ein paar Zahlen genannt und so langsam glaube ich, muss ich meine Finanzplanung ein wenig umstellen. Mal schauen. Sydney ist noch krasser – die beiden lachten nur und konnten das bestätigen. Anne sagte, sie habe in Melbourne für ein Bier 18$ bezahlt. Puhh – das wird spannend. So, das war es denke ich. Dann gibt es zum Abschluss noch ein paar Bilder.

Entspannen beginnt früh :)

Entspannen beginnt früh 🙂

Blick aus der Höhle auf den Mekong

Blick aus der Höhle auf den Mekong

Kinder im Whiskey-Village

Kinder im Whiskey-Village



12.03. Interessante Begegnungen

12 03 2012

Hallo zusammen,

so, nun ist es also soweit gewesen. Ich habe heute morgen meinen Bungalow geraeumt und bin in das Haus von Philipp und seiner Familie gezogen. Davon musste ich mich erst einmal erholen 🙂 Sachen packen, wieder auspacken, dann der ganze Stress vom Fruehstueck :)) Auf jeden Fall habe ich es dann nach ein paar Telefonaten um 15:00 doch noch geschafft mich ein wenig auf den Weg zu machen. Heute war die Stadt angesagt und ich wollte auch mit ein paar Novizen sprechen. Das hat erstaunlich gut geklappt. Habe eine gute halbe Stunde mit NoviceMaeng gesprochen (sofern ich den Namen richtig verstanden haben). Sehr spannend und selten habe ich so viel wahres von einem 17-jaehrigen gehoert. Ich durfte mich mal ein wenig umschauen im Tempel, wo die Novizen leben (der juengste ca. 10 Jahre), 17 + 5 Moenche. Jeden Morgen 3:30 aufstehen, beten, dann Almosen erbetteln gehen, Schule, work, Gebete … Das ist mal ein Tagesablauf. Ich war wieder einmal sehr erstaunt, wie gut das Englisch ist. DAmit hatte ich nicht gerechnet, wirklich richtig gut. Anschliessend bin ich nochmal in den Laden von gestern gegagen und habe mit Tou gesprochen und heute eine Kleinigkeit gekauft (Ich habe ja keinen Platz, denn kaufen koennte ich hier echt genug 🙂

Mittwoch habe ich meine Massage-Session. War gerade noch mal bei Mr. Vhan, der Mr. Phan kennt, der wiederum am Mittwoch kommen will *g* Wenn ich das richtig verstanden habe und ich mich gut anstelle, soll ich im Anschluss einer Massage beiwohnen und noch einmal lernen. Mal schauen, was das alles heisst.

Morgen moechte ich zu den Kuang Si Waterfalls und den Pak Ou Cave. Mal sehen, ob ich beides an einem Tag schaffe. Ansonsten wird es nur Kuang Si. Mittwoch dann Massage und den Rest der Woche mal schauen. Ich bin auch noch am ueberlegen, ob ich nach Sayabouri fahre in ein Elephantencamp. Meine Sache hier hat ja nicht geklappt und das waere jetzt eine andere Chance. Das Gibbonexperience klingt auch noch ganz spannend, aber das weiss ich noch nicht. Ich ueberlege auch immer noch den Flug umzubuchen und frueher nach Neusseland zu reisen. Ich habe den Eindruck, dass ich meine Lektionen hier gelernt habe. Habe heute mit Kurt gesprochen, fuer ihn fuehlt es sich stimmig an und er ist ja wirklich immer gut angebunden (danke dir nochmal fuer das kurze Telefonat heute!!).

So, jetzt werde ich langsam nach Hause jukkeln, damit ich morgen wirklich mal loskomme 🙂 Auch wenn ich die letzten Tage nicht wirklich viel gesehen habe, fuehlt es sich alles richtig an. Die Zeit brauche ich einfach fuer mich und das ist absolut i.O.

Ich wuensche euch noch einen schoenen Tag. Alles Liebe! Ulf / Ich hoffe, dass ich die naechsten Tage wieder ein paar Fotos hochladen kann.

P.S.: Oh Mann. Hatte ich schon gesagt, dass es das Leben immer gut mit uns meint.Ich wollte ja heute mit zwei Französinnen auf einen Ausflug zu denc Kuang Si Waterfslls gehen. Habe ich dann nicht gemacht, weil ich mich nicht danach fühlte. Sie sind überfallen worden!!! Waren wohl mit Mopeds unterwegs. Die eine wäre fast mit einer Machete erstochen worden. Zum Glùck war ein Dorf in der Nähe. Es kamen wohl Menschen raus und haben den Irren mit Steinen beworfen. Oh Mann. Sie hat sich dann gewehrt und am Ende ihre Tasche noch retten können. Ich muss mal schauen, vielleicht biete ich ihr morgen noch mal Hilfe an.

Ansonsten habe ich ebe noch gut eine Stunde mit Philipp auf dem Sofa gesessen und geredet. Es ist wirklich ein unglaublich tolles Gefühl bei so lieben Menschen aufgenommen zu werden. Ich drück euch!



Geschützt: 12.03.: Ein fetter Test

12 03 2012

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11.03.: Es geht voran

11 03 2012

Hallo zusammen,

ganz liebe Grüße erst mal aus LP. Hier fügt sich alles weiter zusammen und es ist wieder mal ein echtes Geschenk zu erleben, wie sich alles fügt. Ich hatte gerade ein sehr tiefes Gespräch mit Philipp, dem Inhaber hier. Wir haben uns gut eine Stunde über das Leben, Zufriedenheit und Erfolg unterhalten. Ich denke für beide Seiten sehr spannend. Dann habe ich ihm auch gesagt, dass ich mir hier eigentlich sehr Wohlfühle, aber eben keine Lust habe auf Massenunterkunft, sondern ja eher den Familienanschluss suche und dem Leben hier. Fazit: er hat mich jetzt zu sich nach Hause eingeladen! Diese Option gibt es gelegentlich mal für einzelne Reisende, natürlich nicht offiziell beworben. Echt der Hammer! Denn auf einmal ist der Familienanschluss da, ich kann noch ein wenig hier bleiben und nebenbei das Budget schonen. Habe ab morgen ein schönes Gästeszimmer und das für einen bezahlbaren Preis. Das wird wichtig, denn Neuseeland ist heftigst teurer, als ich gedacht habe!!  Wir haben auch über die Mönch-Zeremonie gesprochen und ich habe ihm gesagt, dass ich wirklich beschämt war über das Verhalten vieler Touristen. Er hat mir angeboten mit seiner Ehefrau (die Laotin ist) zu einer der Zeremonie zu gehen in der Nähe, damit ich eine wirkliche Zeremonie erlebe. Und auch zu irgendeinem Tempel zu gehen,  in dem jeden Tag um 17:00 Uhr gechantet wird. Das wäre natürlich echt cool:) wenn man sich das Leben der Menschen hier anschaut, dann kann man sich schon fragen, wieso sie alle so zufrieden sind, auch wenn sie nichts haben. Ich glaube es ist wirklich die Art, wie sie auf das Leben schauen. Ich stelle fest, dass wir bei uns immer daran Glauben, nur dieses eine Leben zu haben. Am Ende können wir es aber genau so wenig beweisen , wie die Buddhisten ihre Theorie der Wiedergeburt. Wenn also beides nicht beweisbar ist, dann kann ich mich selber (wo wir wieder bei der Eigenverantwortung sind) für eine Sicht entscheiden. Und auf einmal wird klar, dass hierin auch der Schlüssel zur Gelassenheit liegt. Denn es ist nicht notwendig, alles in diesem Leben zu erreichen. Es werden noch andere kommen, in denen ich Zeit habe. Viel wichtiger ist die Haltung, mit der ich das tue, was ich tue. Denn dadurch entscheidet sich wohl der Wert des jeweiligen Moments. Tue ich jetzt etwas positives und von Wert, dann zahlt sich das auch in meinem nächsten Leben aus und auch eben andersrum. Hierin liegt wohl auch das Geheimnis der „Armen“ Menschen hier. Sie versuchen das Beste daraus zu machen (und vor allem etwas positives), denn sie glauben, dass es ihnen dann im nächsten Leben zu Gute kommt. Eine sehr schöne Haltung, wie ich finde. Mann Mann kommen da Texte, wenn man mal Zeit hat 🙂

Es ist Abend geworden hier und ich sitze im Guesthouse. Der Nachmittag war sehr spannend. Habe gegen 16:30 einen Tempel hier in der Nähe besucht. Es war total schön, ich war der einzige Ausländer und die Mönche haben gerade gechantet. Ich habe mich ganz leise auf eine Bank vor dem Haus gesetzt und einfach zugehört. Sehr beruhigend. Danach bin ich in die Stadt gelaufen und über einen spannenden Laden gestolpert. Stay another day ist eine Fair-Trade Organisation, die eine gute Ausstellung hier haben und lokale Produkte verkaufen. Im Laden war ein Angestellter der Hmong und wir haben uns gut eine Stunde unterhalten. Am Ende habe ich noch einen Crash-Kurs in Hmong bekommen und er hatte noch ein paar Fragen wegen Englisch. Danach Abendessen und verabschieden, denn alle gehen an morgen wieder neue Wege. So ist das 🙂 Ich merke, dass es auch für mich Zeit wird und ich Lust darauf habe, neues zu entdecken und andere Leute zu treffen.

Morgen ziehe ich erst mal um, dann will ich zu den Kuang Si Waterfalls, dann muss ich noch mal die Massage am Mittwoch klären und dann reichts auch. Alles andere wird definitv zu stressig. 🙂 wenn ich das zu Hause lesen würde, würde ich denken, ich Spinne:) es reicht aber tatsächlich. Also, gute Nacht und bis bald.



Geschützt: Die erste Woche

11 03 2012

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