Geschützt: 20.06.2012: Oh mein Gott!!
21 06 2012Kategorien : Peru
Hallo zusammen,
ein weiterer Tag neigt sich dem Ende und ich muss sagen, dass Peru wirklich einiges zu bieten hat. Die Landschaft ist spektakulaer und die Inka haben wirklich erstaunliches hervorgebracht. Heute habe ich einen weiteren Ausflug gebucht – um 09:15 Uhr wurde ich abgeholt (was nur 15 Minuten spaeter war, als vereinbart – das ist hier eine echte Sensation 🙂 in Richtung Moray. Der Ort ist wirklich einmalig und verfuegt in der Mitte ueber einen Kraftplatz. Raul, unser Guide, hat uns zu einer kleinen Zeremonie eingeladen. Wir standen alle um den Mittelpunkt herum und haben 2 Minuten einfach die Energie fliessen lassen. Danach hatte jeder noch Zeit, einfach herumzulaufen oder selber eine Zeremonie zu feiern. Ich finde es wirklich erstaunlich, wie selbstverstaendlich all diese Themen hier im Alltag integriert sind, wie hoch der Respekt vor Pachamama, der Mutter Erde ist etc. Da wirkt unsere Verstandes-gepraegte Denkweise manchmal fast brutal. Interessant finde ich auch, dass sich die Kernbotschaften seit Monaten wiederholen. Gespraeche ueber Mutter Erde habe ich schon in Laos gefuehrt. in Neuseeland ohnehin und nun auch hier – es erstaunt mich umso mehr, dass wir uns in unseren Kulturkreisen so extrem schwer damit tun, das anzuerkennen, was Millionen Menschen seit Jahrtausenden zelebrieren. Wirklich erstaunlich und auch ein wenig traurig. Ich habe die Zeit genutzt, um ein Reinigungsritual und eine Gabe an Mutter Erde durchzufuehren. Es war besonders, denn das erste Mal ueberhaupt habe ich dies in der Oeffentlichkeit gemacht. Ihr koennt euch ja vorstellen, dass ich da nicht alleine war 😉 Und obwohl gerade dieser Mittelpunkt von anderen fotografiert werden will, habe ich gute 10 Minuten bekommen ohne dass mich jemand angesprochen und/oder gestoert hat. Wirklich schoen zu sehen, wie hoch der Respekt einander ist. Spannend fand ich auch, dass wir einen Mann in der Gruppe hatten, der noch sagte, dass er an das ganze Zeug nicht glaube – wenige Minuten nach dem Ritual hat er geheult wie ein Kleinkind. Ich habe ihm angeboten zu helfen, doch er meinte nur, er glaube nicht an das alte Wissen und wuerde nur die Energie aufnehmen wollen 🙂 (Weil das ja nicht altes Wissen ist ?!?) Worauf ich hinaus will, ist dass dieser Platz selbst bei denen etwas bewirkte, die „eigentlich“ keine Zugang haben (oder dies zumindest glauben). Danach ging es nach Moras und den Salineras. Das sind gute 5.800 Salzbecken, die von den Inkas angelegt wurden – es ist wirklich schade, dass ich bis jetzt keine Fotos hochladen kann, denn das muss man gesehen haben. Einmalig!!
Ansonsten kann ich nur sagen, dass Sued-Amerika seinen Charme hat und gleichzeitig extremst anstregend ist. Ich habe hier tatsaechlich gefuehlten Dauerstress – denn alles ist sooooo kompliziert. Peruaner machen alles auf den letzten Druecker und aendern permanent ihre Meinung. Das bedeutet, dass man hier immer persoenlich ueberall hin muss und das dauer dann … und dauert … und dauert. Dennoch sind die Menschen hier sehr nett und hilfsbereit und wirklich herzlich. In vielen Faellen kann man das alte Inka-Denken noch fuehlen. Fuer die Inka war klar, dass die groesste Kraft das Herz ist. Ich finde, das ist deutlich zu spueren. Gerade auch dann, wenn man kein Wort Spanisch spricht, wie ich. Das ist wirklich ein riesen Thema – denn die meisten Menschen sprechen kein Englisch, was es noch deutlich schwieriger machen wird, wenn ich nach Bolivien fahre. Somit bin ich auch Touren angewiesen und das schmeckt mir eigentlich gar nicht. Auch heute sind wir an so vielen Punkten einfach vorbeigefahren, an denen ich einfach nur mal gern ein Foto gemacht haette. Aber gut, es ist das erste Mal und um alleine Cuzco und die Umgebung kennezulernen, kann an locker 3 Monate nur hier bleiben.
Meine Akklimatisierung an die Hoehe geht auch gut voran. Gestern und auch heute hatte ich zwar die Sauerstoff-Flasche noch dabei (am ersten Tag musste ich dann doch gelegentlich mal einen Zug nehmen), aber gebraucht habe ich nichts mehr. Keuchen und Schaufen ist sowieso ein Gemeinschaftssport, wenn man -wie heute- alte Inka-Treppen in 3.750m Hoehe zu erklimmen hat. Also alles gut. Allerdings habe ich auch schon andere Schicksaale gesehen und das Erschrecende ist, dass es viele nicht ernst nehmen!! Dabei ist die Hoehenkrankeit kein Scherz und auch kein Zeichen mangelnder Fitness, Dummheit etc. Es ist einfach eine nicht vorhersehbare Reaktion des Koerpers.
Ansonsten habe ich morgen Geburstag – oh mein Gott, ich werde 34!!! Kaum zu glauben 🙂 Als Geburtstagsgeschenk habe ich eine Zeremonie bei einem Schamanen „gebucht“. Naja, mir faellt kein besseres Wort ein – ein Kollege von meiner Gatmutter in Lima ist ein Freund der Familie von einem bei den Quechua bekannten Schamanen. Und ueber ihn wurde das alles organisiert. Der Schamene kommt extra fuer mich (und das ist tatsaechlich kein Fake) aus den Bergen, um die Zeremonie durchzufueren. Eigentlich sollte das heute abend passieren, ABER mal wieder werde ich einfach nur liebevoll gefuehrt, denn heute war echt Stress (wie ich schon sagte) und um 4:45 kam ich hier im Hostel an. Ich haber nur gedacht: Puhh, ein wenig mehr Entspannung vor der Zeremonie waere schoen – 1 Minute spaeter klingelte mein Telefon und der Sohn von Don Augustin war am Apparat. Ob es fuer mich in Ordnung sei, wenn wir die Zeremonie morgen frueh machen. :))))))))) Ich werde echt bekloppt. Das fuehlt sich fuer mich viel besser an. Ich bin schon sehr gespannt auf dieses ganz besondere Erlebnis.
Mein Machu Pichu Erlebnis ist nun auch in trockenen Tuechern – ich muss zwar ein paar Abstriche machen, weil es fuer viele Punkte keine Tickets mehr gibt, aber das Entscheidende ist gesichert. Ich wusste naemlich nicht, dass der 21.06. ein ganz besonderes Datum ist (wen es interessiert, kann mal googlen). Auf jeden Fall werde ich also nun exakt am 21.06. auf Machu Pichu sein und sofern alles klappt 🙂 den Sonnenaufgang dort erleben. Das Ganze kostet mich (wie jeden anderen Touri auch, der Richtung Machu Pichu moechte) ein Vermoegen, aber das ist es mir wert. Am 22. geht es dann nach Puno und damit auf den Titikaka-See. Zumindest theoretisch, denn gebucht habe ich noch nichts – es wird das Passende kommen. Danach werde ich mal sehen, wie ich ueberhaupt ueber die Grenze komme und was ich dann in La Paz und Umgebung mache. Es wird sich alles finden – denn auch, wenn es momentan auf Grund der fehlenden Sprache, der Hoehe, der Lautstaerke, der kulturellen Unterschiede ein wenig herausfordernd ist, gibt es keinen Grund aus dem Vertrauen auszusteigen.
So, langsam bekomme ich Hunger und werde mir heute ein charmantes, leckeres Dinner suchen. Wollen wir mal sehen, was die Kueche hier zu bieten hat. Alles Liebe
Hallo ihr Lieben,
erst einmal Sorry, dass ich die letzten Tage nicht ganz so fleissig war mit dem Schreiben. Meine Tage in Lima waren grossartig! Ich hatte eine tolle Zeit und die Entscheidung bei einer Familie zu wohnen, war zu 1000% richtig. Ich hatte das „Glueck“ (ihr wisst ja, alles Zufaelle :), dass Sabine (meine Gastmutter) Deutsche ist und ein Tourist Guide ist. Das in Kombination mit wahnsinnig viel Herzlichkeit und Lebensfreude war echt ein Geschenk. Danke an euch beide nochmal!!! So konnte ich wirklich einen Einstieg finden und habe vor allem auch den Mut gehabt, mich in Lima wie ein Einheimischer zu bewegen. Also Minibus statt Taxi etc. Auch wenn die limenos manchmal ein wenig komisch geschaut haben und mich einmal sogar zwei Frauen abgehalten haben, einen Bus zu nehmen, weil es zu gefaehrlich sei. Also musste ich warten und habe einfach den naechsten genommen 🙂 Auf der Hinfahrt war ja auch alles gut und ausserdem solange ich „Ja“ aus dem Feld bekomme ist alles gut.
Heute morgen ging es dann weiter Cuzco. Die Stadt liegt auf rund 3.300 Meter und „leider“ (ich wusste das schon im Vorfeld) gehoere ich zu den Menschen, die ein wenig Zeit brauchen, um sich an die viel duennere Luft zu gewoehnen. Das aber auch nicht schlimm – ich habe bewusst bereits das Hostel fuer 6 Tage gebucht, so dass ich alles ganz in Ruhe machen kann. Dazwischen hilft Aspirin und jede Menge Coca-Blaetter Tee. Jetzt bin ich gut 1 Stunde hier und es wird schon deutlich besser. Ich gehe mal davon aus, dass es spaetstens uebermorgen dann richtig ok ist und fuer den 18. abends habe ich dann auch meine erste Tour gebucht. Angekommen bin ich uebrigens mit Star Peru. Ich hatte im Vorfeld die abenteuerlichsten Berichte gelesen (schlechter Service, kein Englisch …). Mein Bauch sagte was anderes und ich muss sagen, es ist totaler Bloedsinn, was im Netz steht. Alles war wirklich super und sogar das Broetchen war um Klassen besser als z.B. bei einem LH Flug. Ich kann die Linie also bedenkenlos empfehlen.
So, das war es erst einmal von meiner Seite. Ich halte euch auf dem Laufenden (wie immer) und muss jetzt erst mal was essen 🙂
Euer Ulf
P.S. Die Akklimatisierung laeuft – von praktisch Sea-level auf ueber 3300 in einer Stunde – das ist aber auch wirklich eine Challenge 🙂 Morgen habe ich eine Tour gebucht, ebenso fuer den 18.06. Am 19.06. werde ich vermutlich nach Machu Pichu fahren und eine Nacht dort bleiben. Am 22. geht es dann weiter nach Puno und zum Titikaka See. Im Anschluss bietet sich dann der Grenzuebergang nach Bolivien und damit La Paz an. Muss ich noch mal schauen, was das Beste ist.
Leider ist das Internet hier krass langsam – an Bilder hochladen ist aktuell nicht zu denken. Vielleicht finde ich noch einen schnelleren Rechner bzw. ein dazugehoeriges Internet-Caffee. Bis morgen.
Hallo und Ola aus Lima,
Ich bin gestern Abend nach 33 Stunden Airports und Flugzeit endlich in Lima gelandet. alles hat wunderbar geklappt. César hat mich am flughafen abgeholt und Sabine wie auch Miguel (ich habe dieses Mal das Abenteuer Gastfamilie für die ersten Tage gewagt) haben mich eine gute Stunde später bei sich Willkommen geheißen. Die beiden sind sehr nett und da Sabine Deutsche ist, ist gerade der Anfang deutlich einfacher. Heute morgen ging es erst einmal mit dem Kleinbus ins zentrum von Miraflores, einem der schöneren Teile von Lima. Auch wenn ich heute morgen noch kein einziges Wort Spanisch sprach (das hat sich heute schon geändert, denn Englisch ist hier nicht), habe ich trotzdem alles hinbekommen. Hier in Lima Deutscher zu sein, hilft. Die Menschen sind um sofort freundlicher und hilfsbereiter, sobald sie wissen, dass man Deutscher ist. Also erst mal Telefonkarte und Dinge des täglichen Bedarfs besorgt, die erste Tour absolviert und Miraflores erkundet. Am Nachmittag dann ab in einen der Parks und ein wenig Spanisch lernen. Aller Anfang ist bekanntermaßen schwer und da mich ja kaum noch was schreckt, habe ich einfach einen Peruaner angesprochen. wie sich herausstellte, ist dieser (David) Student … natürlich Tourismus – mal wieder so ein Zufall :), so dass er doppelt Spaß hatte, einem Touri ein wenig seiner Sprache beizubringen. Nach 2 Stunden war bei mir allerdings der Akku leer 🙂 danach ab ins Touri-Office, um die nächsten Tage zu planen. Es gibt eine Menge zu sehen und die Zeit reicht jetzt schon nicht mehr 🙂 Alles in allem ein echt cooler Start in mein Abenteuer „Süd-Amerika“. Eben war ich noch essen – in irgendeinem einheimischen Schuppen – keine Ahnung, was es war – es kam jedenfalls direkt vom Grill und war lecker 🙂 so, jetzt werde ich noch ein wenig recherhieren und planen. Bis morgen, Ulf
Nur ein kurzer Zwischenbericht: Fidji war nett, aber nicht DER Brüller. Jetzt bin ich wieder in Christchurch und Fliege morgen nach Lima. Artikel werden noch nachgereicht – kränkel noch ein wenig vor mich hin (Klimaanlagen sind einfach tödlich 🙁 )
Alles Liebe, Ulf
Wenn ich schon mal Bilder hochladen kann 🙂 Hier ein paar Impressionen vom Milford Sound und der Strecke dahin (s. Artikel, wenn ihr noch mal lesen wollt)
Bula. Ich heute gut aufgewacht und habe einen gemuetlichen Tag am Strand verbracht. Allerdings war ich dann doch nicht im Wasser – irgendwie war mir nicht danach. Naja, mit den Fuessen, aber nicht ganz. Auch der Pool hat mich nicht angemacht – muss auch nicht jeden Tag sein. Dennoch alles sehr schoen und ich lasse es mir ein wenig gut gehen. Das Frueshtueck war extrem lecker und ich freue mich nun auf mein Dinner. Sonst kann ich nur erzaehlen, dass die Sonne scheint, es nachts echt kalt wird und fuer morgen REGEN angesagt ist. Glaubt man das? Das ja wohl ein Scherz! Leider nicht. Aber das werde ich auch ueberstehen 🙂 Also, lasst was von euch hoeren.
Ein spezieller Gruss noch an die Berliner Fraktion, die sich jetzt hoffentlich angesprochen fuehlt. Ich hoffe euer Tauch-Urlaub war schoen – leider sind alle meine Versuche euch zu erreichen (telefonisch) fehlgeschlagen. Also so rund 10 Mal bisher. Vielleicht moegt ihr euch mal melden.
Alles Liebe, Ulf
Es war ein laaaaaanger Tag und ich werde jetzt erst einmal schlafen. Soweit alles gut -meine neue Handynummer für die nächsten Tage ist: 00679 9716654
Ich bin 8 Stunden voraus und habe einen 5Tages Pass Internet gekauft. Skype klappt auch 🙂
Bis morgen, euer Ulf