Abschied aus Neuseeland

9 03 2014

So, nun sind 3 Wochen schon wieder vorbei – Schade. Vielleicht wundert ihr euch, dass es dieses Mal keine Einträge gab. Es hat sich so ergeben – die letzten Wochen waren unglaublich intensiv und haben mein Weltbild weiter herausgefordert. Wer mehr wissen möchte, ruft mich am besten an 🙂 auf www.Heart-Working.de wird es in Kürze ebenfalls neues geben. schaut doch einfach mal vorbei.

arohanui (Maori für viel Liebe) – Euer Ulf



15.02.: Am Flughafen

15 02 2014

So, nun gehts es los. Vielen Dank nochmal für die ganzen Anrufe, Nachrichen und guten Wünsche. Ich bin ja in 3 WoChen wieder da 🙂 Jetzt bin ich am Flughafen und warte auf das Einsteigen. Kann nicht mehr lange dauern und ich freue mich sehr – ich hatte einen sehr charmanten Emirates-Angestellten, der mich netterweise gleich auf einen Notausgangs-Platz gesetzt hat. Ich hoffe sehr, dass das auch von Dubai nach Auckland klappt – drückt die Daumen 🙂 sonst war heute alles entspannt. Habe letzte Erledigungen bei Globetrotter gemacht und so ein wenig Kleinkram und natürlich 2 Stunden Rucksack-Packen :)) ich glaube ich muss mir nochmal klarmachen, dass es dieses mal nur ein Urlaub ist. Ich freue mich jedenfalls sehr und bin auch durchaus gespannt. Insbesondere auf das Zelten – das wird eine wirklich neue Erfahrung. Ich bin gespannt. Ich freue mich, wenn ich gelegentlich von euch höre und lese – hinterlasst einfach einen Kommentar. Da ich nich keine Ahnung habe, wie die nächsten Wochen laufen und ich mich einfach treiben lasse, kann ich nicht sagen, wann ich wieder online bin. es wird sich alles ergeben. In diesem Sinne: ich drück euch und freue mich euch nach meiner Rückkehr wieder zu sehen bzw. Zu hören.

Arohnaui (Maori für viel Liebe)



08.02.2014: Blog ist wieder geöffnet

9 02 2014

Kia ora zusammen,

1,5 Jahre habe ich es geschafft 🙂 doch nun ruft Neuseeland auf ein Neues. Ich bin so happy und freue mich auf eine erneut tolle Zeit mit sicherlich mächtig einmaligen Momenten. los gehts am 17.2. mit Emirates über Dubai nach Auckland. Am 10.3. Bin ich dann wieder da. heute habe ich bereits meinen Rucksack Probe gepackt, denn natürlich wird er wieder mein reisebegleiter, wie auch Bello II, der mich als Maskottchen ja nun schon seit 3 Jahren auf allen Reisen begleitet 🙂

Wie auch das letzte Mal werde ich wieder Tagebuch führen und meine Artikel posten. insofern freue ich mich, wenn ihr gelegentlich vorbeischaut und fleißig Kommentare hinterlasst. Eine Route habe ich übrigens noch nicht – es wird sich wieder alles vor Ort ergeben.

Alles Liebe und auf bald wieder

Euer Ulf



02.08.2012: Ich schließe diesen Blog

2 08 2012

Das war er – der letzte Tag meiner Reise, zumindest fürs erste hier  im Ausland 🙂 es hat geregnet, den ganzen Tag und es war ok. Ich habe alles gesehen und freue mich nun nach Hause zu kommen. Dennoch ist es auch ein komisches Gefühl – und ich frage mich ernsthaft, was ich eigentlich erlebt haben :)))) mal gut, dass ich Tagebuch geführt habe. Und genau das konntet ihrmit diesem Blog 1:1 mitlesen.

Was sind nun meine persönlichen Erkenntnisse aus den letzten Monaten? Zumindest ein paar will ich schon mal sagen:

1. Wir sind nie alleine. Es gab so viele Momente, in denen sich das immer, immer und immer wieder gezeigt hat. Es war meine größte Angst und sie ist wirklich komplett unbegründet gewesen.

2. Persönliche Zufriedenheit braucht extrem wenig Drama, Geschichte und Äußeres. Ich habe viele Menschen getroffen, die nix hatten und Super happy waren. Und das nicht nur alleine, sondern auch im System (s. Talquille Insel). Es ist erschreckend schön, dass wir wirklich so wenig brauchen. Und wenn man das einmal selber erfahren hat, macht es unglaublich unangreifbar. Ich weiß für mich: egal, was passiert. Es wird reichen!

3. Nicht werden – sein! Jedermann uns spielt Rollen, aber warum? Egal wen ich getroffen habe, am Ende des Tages verbindet uns alle ein Wunsch – wirklich als wir selbst gelebt zu haben. Darum geht es und für mich wird es in dieser Richtung weitergehen – der alte Satz „Lebe deine Träume“ bekommt eine neue Bedeutung. Wir brauchen uns alle nicht anstrengen, irgendwas zu erreichen – wenn wir uns daran erinnern, wer wir wirklich sind und dies leben, ist das mehr als ausreichend 🙂

4. Meine Wurzeln. Ich habe sie gefunden – in Neuseeland. Ein schönes Gefühl – vor allem auch zu spüren, dass ich nicht dorthin ziehen will, muss oder soll. Es ist ok und ich werde bestimmt nochmal als Touri kommen.

5. Das feld existiert.  Auch wenn es gelegentlich eine kleine „Zusammenarbeitslücke“ gab ::), kann ich nur sagen: Das morphogenetische Feld ist real und ich bin mir sicher, dass wir mehr und mehr Belege und Beweise dafür finden werden – zumindest für die, für die es wichtig ist.

6. Natur und raus aus der Stadt. Irre, bis vor der Reise wollte ich nie raus aus der Stadt und jetzt freue ich mich genau darauf. Eine schnuckelige Wohnung im Grünen, Ruhe, Grün, Wald … Wunderbar und ich hoffe, dass HH was zu bieten hat.

Mehr gib es dann persönlich. Meine Ankunftszeit ist geblieben: Samstag, 04.08. um 13:25 mit BA aus London.

Damit bleibt mir nur noch zu sagen: DANKE und dies besonders an dich/ euch

Mutch und Paps, weil ihr mir das Leben geschenkt habt und mich gelehrt habt es als Geschenk zu sehen und es immer weiter auszupacken

mein Engel, weil du alles mitgetragen hast und mich mit diesem Freiraum und deiner Liebe jeden Tag begleitet hast.

Kurt, Roswitha und Barbara – weil ihr 3 maßgeblich dran „Schuld“ seid, dass ich diese Reise wirklich gemacht habe.

Bello II, weil du jeden Tag dieser Reise bei mir warst – mein Maskottchen und Reisebegleiter 🙂

und einfach alle von euch, die diesen Blog gelesen haben, Mails und Einträge geschickt oder geblogt haben oder einfach nur mit den Gedanken gelegentlich oder öfter dabei waren. Egal, ob Familie, Klienten, Freunde und/oder Kunden.

Jetzt gehe ich an die Bar und werde mir noch einen Cocktail gönnen – ganz alleine, zufrieden und dankbar.

UND DAMIT SCHLIESSE ICH OFFIZIELL DIESEN BLOG, doch die Reise geht weiter und ich freue mich, euch weiter an meiner Seite zu haben – ich bin wahrlich reich beschenkt!!

Euer Ulf

 



01.08.2012: Tigre und Tango

1 08 2012

So,das war mein offizieller Abscheidstag von BA und damit auch von meiner Reise. KRASS!!

Ich bin heute nach Tigre gefahren, wobei es sich hierbei nicht um eine Stadt, sondern nur einen Stadteil von BA handelt, der rund 30km außerhalb liegt. Das Besondere: man kann dort eine Bootstour unternehmen und das Delta erkundigen. Immer wieder gibt es einige schöne Akzente, ansonsten muss man leider sagen, dass sich 13Mio. Menschdn auch hier deutlich bemerkbar machen. Das Wasser ist unendlich dreckig, überall liegt Müll …dennoch war es schön auf dem Wasser zu sein – hat mich schon mal auf HH eingestimmt 🙂 Am Abend dann das große Finale: Eine Tangoshow mit Dinner. Nur gut, dass ich mein (zerknautschtes) Hemd anziehen konnte :)))) alles sehr gediegen Und Schniecke. Das Essen lecker und die Show wirklichsehenswert. Um 20.00 wurde ich aus dem Hotelabgeholt und um 00:30 war ich wieder retour. Morgen passiert nicht mehr viel – packen, ein wenig erinnern, Transfer organisieren und sich fragen, wo die Zeit geblieben ist:) bis dann



30.07.2012:Blutleere, Lomo und Zufriedenheit

30 07 2012

Es war ein fantastischer letzter Tag hier in Puerto del Iguazu. Ich war auf der brasilianischen Seite der Ihuazu Wasserfälle und obwohl die Beasilianer nur 1/4 der Fläche haben, verstehen sie es diese in Szene zu setzen. Es war großartig! Einzig und alleine die Uhrzeiten der Busabfahrten stimmten mal wieder nicht – und aus den „ja, die fahren alle 20 Minuten“ wurden dann 2 Stunden Wartezeit, was die zur Berfügung stehende Zeit vor Ort ein wenig einschränkte, aber egal. Es war dennoch spektakulär und ich freue mich, dass ich das überhaupt alles sehen durfte. Das ist ja schon das zweite der 7 neuen Weltwunder der Erde in den letzten Wochen. Unglaublich! Heute Abend war ich noch mal im Piacere essen – fantastisch!!! Die Caipis waren wie immer erstklassig, das Lomo unglaublich zart und mit Sicherheit 500g schwer, dazu Pommes und ein Riesen Salat und ein Wasser sowie ein sattes Trinkgeld für den Service, den Barkeeper und die Live Musik und dennoch sind es „nur“ 35Euro gewesen. Ich muss echt sagen, dass ich diesem Ort wirklich mag.könnte ich es mir aussuchen, würde ich gern noch bleiben. Ich habe mich wirklich gut erholt , alles hat gepasst und ich hole weiter Gewicht auf, mittlerweile ist mir nicht mehr schwindlig, wenn ich aufstehe und alles entwickelt sich prächtig. Die Natur tut mir echt gut und ein Teil von mir will nicht nach Buenos Aires. Morgen werde ich einen Wellness-Tag machen und am Abend meinen Rucksack checken. Am 01.08. Geht es wahrscheinlich noch nach Tigre und am 02. in eine Tangoshow – und dann heißt es Abschied nehmen. Eine letzte Nacht und rein in den Flieger nach Hause. Was für eine Zeit – und dennoch: Viele von euch haben mich nahezu jeden Tag begleitet und ich freue mich euch alle wieder in den Arm zu nehmen, insbesondere dich mein Engel! Alles Liebe. Euer Ulf



29.07.2012: Regen, Buch, Zufriedenheit

29 07 2012

Hallo zusammen, Mann war das ein Tag. Es hat bis 21:30 Uhr nur geschüttet und zwar so richtig. Tonnenweise fiel das Wasser vom Himmel und es hat mich echt an Brasilien erinnert (vor 3 Jahren). An rausgehen war also nicht zu denken und zu den Wasserfällen zu fahren absolut unmöglich. Also habe ich (was ja genau für solche Fälle vorgesehen war) ein wenig Notfallbudget freigegeben und mich weitere 2 Nächte in dem netten Hotel hier einquartiert. Mein Dorm-Bett in Foz do Iguazu konnte ich stornieren, denn auch auf der brasilianischen Seite wussten sie, dass das heute wetterbedingt nix mit der Anreise werden kann. sehr kulant! Somit habe ich den Tag damit verbracht, einen Roman zu lesen. Ich! Einen Roman! Und soll ich euch was sagen: es war total cool und was mich noch mehr freut: Ich bin absolut zufrieden und happy – keine Spur von „das ist aber doof, dass ich nicht nach BRA konnte“. Einfach innerlich zufrieden. Was mich momentan stresst, ist, dass wir einen kompletten Stromausfall hatten und ich momentan den 2.Teil nicht downloadsn kann :)))) naja, muss ich bis morgen ausharren, um zu wissen, wie es weitergeht. Ansonsten ist Arndt heute Retour nach BA. Es waren zwei wunderbare Tage mit ihm und ich muss immer noch schmunzeln, wie wir uns kennengelernt haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass das ein weiterer Kontakt ist, der auf längere Zelt halten wird. Auf jeden Fall noch mal vielen Dank an dich Arndt für deine Hilfe, auch wenn wir ja gemeinsam das Kartenschicksaal teilten :)) Ich habe heute Abend mit dem Hotelchef ein sehr offenes Gespräch geführt über das SYstem in Argentinien und ich muss sagen, ich war überrascht. Er hat sich richtig ausgekotzt und meinte seit einigen Monaten wird es richtig schlimm. Aktuell meint er sind es gut 40% weniger Touristen, weil sich Fälle wie der unsere, immer mehr rumsprechen. Die Inflationsrate beträgt rund 30% und die Unterschiede zwischen offiziellem und inoffiziellem machen zusätzlich Sorgen. Wie auch immer, ich habe nun einen Rythmus gefunden und dann einer letzten Bargeld-Hilfe komme ich nun problemlos Retour nach BA und muss selbst dort wahrscheinlich nicht mehr zur Bank. Eine spannende Erfahrung und ein -wie ich gestern schon sagte- absolutes Armutszeugnis für die argentinische Regierung. Damit erkläre ich das Thema für beendet 🙂 morgen will ich mal sehen, ob das Wetter mitspielt und ich nach Brasilien kann. Die Aussicht auf die Wasserfälle muss spektakulär sein, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass es noch großartiger geht. Wie ich/wir gehört haben, ist die brasilianische Seite viel kleiner und gleichzeitig hat man einen besseren Gesamtblick auf die Fälle. Also, Daumen drücken, dass es morgen klappt. Übermorgen geht es schon wieder retour nach BA. Zwischenzeitlich hatte ich noch überlegt, mal kurz nach Paraguay zu fahren, aber das dauert zu lange und somit häufen sich die Gründe einfach noch einmal wiederzukommen. Denn dass das nicht die letzte Rucksackreise war, ist auch klar *g* Alles Liebe, euer Ulf



28.07.2012: Iguazu Wasserfälle (Argentinische Seite)

28 07 2012

Wow! Was ein Highlight auf meinem Südamerika-Teil. Der heutige Tag begann mit einer Fahrt mit einem lokalen Collectivo zu den Wasserfällen. Sehr Easy. Der Nationalpark ist wirklich schön angelegt und man sollte wirklich einen vollen Tag planen, denn es gibt viel zu sehen. Die Wasserfälle sind spektakulär und echt kaum zu beschreiben. Man muss einfach mal davor gestanden haben, wenn von überall bis zu 12000m3/s aus bis zu 70m herunterdonnern. Echt cool und ein absolutes Spektakel – nicht umsonst eines der neuen 7 Weltwunder. Den Rest zeige ich euch auf Fotos! Auf bald. Übrigens gab es heute Abend ein echtes Festmal: 600g(!) Beef-Steakmit Ofenkäse und Salat – ich denke, jetzt fehlen nur noch 6 Kilo Retour zum Normalgewicht 🙂



27.07.2012: Angekommen in Puerto del Iguazu

27 07 2012

Gefühlte 25 Gras, Palmen, Gemütlichkeit – so zeigt sich Iguazu nach der Landung heute. Wunderbar und mit nur 1,5 Stunden per Flieger von BA entfernt ein wunderbares Reiseziel. Ich hatte mir ja den Luxus erlaubt, zu behaupten ich sei in BA wohnhaft und dieser kleine Satz sorgte für einen 50% Discount – Touristen bezahlen nämlich doppelt. Und … Es hat geklappt. Die kleine Rache eben für die sonst zunehmende Abzocke und vor allem den massiven Ärger mit dem Geld. Das hielt auch heute an, aber der Reihe nach. im Flieger habe ich Arndt kennengelernt, der für Mercedes im QM arbeitet. Ihm habe ich meine missliche Lage geschildert und er hat sich spontan bereit erklärt mir zu helfen. Also alles entspannt, dachten wir. Denn als er mit seiner Karte am Automaten stand, funktionierte die auf einmal auch nicht mehr! Das alles auf einen Freitag Nachmittag bei geschlossenen Banken. Sein Hotel hatte er zwar schon gebucht, aber dieses wollte zuerst keine Kreditkarten akzeptieren und da ich gar kein Geld mehr hatte, konnte ich nirgends einchecken. Außer ich wäre in ein Luxus-Hotel für horrendes Geld gegangen. Nun ja, auf diese Weise sind wir also zusammen für Stunden durch Ihuazu getiegert, auf der Suche nach Geld. Keine Hilfe, nirgendwo. Überall nur die Antwort, dass das leider nicht ginge. Selbst bei der Nationalbank und dem Touristenministerium stieß unser Notfall auf Taube Ohren. Nun ja, es waren dann mal wieder andere Backpacker, die mir aus der Patsche halfen. Elena und Nils, selber knapp bei Kasse, haben mir 100 Euro geliehen und ich habe sie natürlich direkt per Telefonat mit Comdirect an sie Retour überwiesen. So habe ich jetzt zumindest für 1-2 Tage Geld und muss mich danach wieder auf die Suche machen 🙂 Arndt, der perfekt Spanisch spricht, hatte zwischenzeitlich mit dem Hotel verhandelt und die haben gegen 15% Aufschlag seine Karte dann doch akzeptiert. Abzocke!!! Aber gut, wir haben uns nun sein Zimmer geteilt und das Hotel ist wirklich schön. Allerdings mit rund 60Euro pro Person und Nacht im Doppelzimmer echt teuer. Nun gut, was soll’s .es gab wie immer eine Lösung und morgen geht es zu den Wasserfällen, herrlich!! Wirklich ein netter Ort und Sylvia aus BA hat mir schon geschrieben, dass das Geld, welches sie mir geliehen hatte, auf ihrem Konto angekommen ist. Sie will mir nochmal helfen, wenn ich zurück in BA bin. Alles zusammen freut und überrascht mit der Zusammenhalt unter Reisenden immer wieder, aber Argentinien muss sich wirklich schämen. Es ist eine echte Schande für das Land und eine politisch motivierte Beleidigung für die sonst sehr netten Menschen!! Und das werde ich auch nicht revidieren. Gute Nacht euch allen!



26.07.2012: Montevideo (Uruguay)

26 07 2012

Das war es nun schon wieder – mit einem blitzartigen Wechsel meiner Nationalitäten, bin ich seit heute wieder Argentinier 🙂 die letzten 24 Stunden hatte ich mir ja eine Auszeit von der Stadt gegönnt und bin mal eben nach Uruguay Gefahren. Zugegeben ist das wirklich simpel und es hat gut getan, nach dem bolivianischen 3.Welt Chaos,mal wieder geordnete Strukturen zu erleben. Argentinien und Uruguay arbeiten -zumindest bei der Immigration- vorbildlich zusammen und so ist die Überfahrt mit der Fähre in 3 Stunden kaum spürbar. Uruguay präsentiert sich (zumindest in Montevideo) als aufstrebendes und Stolzes Land. überall wird gebaut, renoviert, restauriert. Die Altstadt ist an einem Nachmittag gut zu erkunden und genau dort verbindet sich Kolonialität mit moderner Architektur. Die Menschen hier waren deutlich freundlicher als in BA. Auch hier funktionierte meine Maestro Karte nicht (obwohl es bei fast jeder Bank draußen dransteht), aber es war nicht im entferntesten ein Problem mit der Visa Geld am Schalter zu bekommen. Das ist in BA bekanntlich -wegen Fremdenfeindlichkeit- nicht machbar. Die Dame in der Bank hat dann noch losgelegt und mir Tipps für Hostels etc. Gegeben. Alles sehr charmant. Ich hatte mein Hostel schon und das war eine einzige Baustelle – hat auch erst vor 7 Wochen aufgemacht. Nun ja, hat auch seine Vorteile, aber ich hätte es schon begrüßt, wenn mein Zimmer nicht eine vollverglaste Tür gehabt hätte (manchmal muss ich mich echt fragen *g*) und vor allem ein Schloss – naja, ok, wollen wir mal den Anspruch nicht so hoch legen,wenn ich sie überhaupt hätte zumachen können, wäre ich schon happy gewesen. Aber: das schockt mich alles nicht mehr und das fasziniert mich immer wieder. Solange es sauber ist, heißes Wasser hat (und auch das war ja immer mal wieder nicht der Fall) und keine Bedbugs, staune ich über meine Anpassungsfähigkeit. Das Haus wurde von 2 Jungs betrieben und beide haben sich wirklich viel Mühe gegeben, eine heimische Atmosphäre zu bieten, inkl. live Konzert im Wohnzimmer (der eine tritt heute Abend mit seiner Band auf und es musste noch mal geübt werden). Sehr cool und laut. Mittagessen war ich im Mercardo del Puerto und das war wirklich großartig, überall offene Flamme und ein Fleischfemetzel ohne Ende. Ich hatte eine Art Rollade aus Super saftigem Schwein, gefüllt mit Schinken, Paprika und Käse, dazu Salat, eine Flasche Wein (ne kleine :)) und ein Desert. Sehr lecker und mit gut 34 Euro(!) nicht billig, aber das ist das Leben weder hier noch in BA. Neben mir saß eine Amerikanerin und irgendwie kamen wir ins Gespräch. Sonia hatte gerade heute ihren 63. geburtstag und hatte vor 2 Jahren beschlossen, jeden ihrer kommenden Geburtstage in einem anderen Land zu feiern. Wow – das mit Anfang 60. Irgendwann fragte sie mich dann, ob sie mich begleiten dürfe und mein Bauch sagte, dass es heute mal wieder Zeit ist, dass ich helfe. Also haben wir die Stadt gemeinsam unsicher gemacht, was wirklich ein großer Spaß war – wenn mal alle Flugbegleiterinnen so wären. Am Abend wollte ich noch aus, aber auch hier bewegt sich vor 24:00 Uhr nix und so richtig geht es erst gegen 1:30-2:00 Uhr morgens los. So habe ich mich entschieden zu fragen, was denn davor so los ist und habe den Tipp bekommen zu einer Radioshow zu gehen, in der über die Legalisation von Marihuana in Uruguay diskutiert wird. Na gut,wohl Wissend, dass ich nicht wirklich was verstehe, aber was soll’s. Könnte interessant sein. War es auch und nach einer Flasche Bier bin ich dann zufrieden gegen 0:30Uhr im Bett gewesen. Heute morgen ging es dann wieder zum Hafen, Retour nach BA. Dort werde ich auch den Rest des Tages verbringen, bzw. Im Wellnessnereich meines Hotels (das musste mal sein *g* ich hoffe es ist schön), bevor es morgen nach Iguazu geht. Bin mal gespannt, ob alles klappt, denn das Touristenticket sollte rund das doppelte kosten und da ich keinen Bock mehr auf Dauer-Diskriminierung habe, habe ich einfach angegeben, dass ich Residential bin. Und ich kann morgen am Flughafen mit einer Längen Schlange im Rücken jegliches Englisch und Spanisch auf Knopfdruck vergessen 🙂 wird schon klappen. Bis denne. Euer bald nach Hause kommender Ulf.